Medaillenflut für starkes Wasserfreunde-Team – 101 Medaillen bei 193 Starts – 6 OWL-Staffelsiege – Neuer OWL-Rekord für die 4x200-m-Freistil-Staffel der Männer.

 

Insgesamt sechs Staffel-Siege feierten die Wasserfreunde bei den OWL-Meisterschaften im Herforder Freibad in der Offenen Klasse, darunter die 4x200-Meter-Freistil-Staffel der Männer mit Timo Pohlmann und Philipp Strehle (hinten von links) sowie Alexander Teubert und Claudius Ditz (vorne von links). Foto: Peter Unger

 

„Das waren souveräne Siege, die mit deutlichem Vorsprung herausgeschwommen wurden“, schwärmte Christof Taube. Zu den Highlights der OWL-Meisterschaften gehören für den Wasserfreunde-Coach neben den Siegen in der offenen Klasse regelmäßig die Staffelwettbewerbe. Immerhin sind die Wasserfreunde im Bezirk Ostwestfalen-Lippe sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern seit drei Jahren ungeschlagen. Und das bleiben sie auch im vierten Jahr in Folge.

 

Denn alle sechs gemeldeten Staffeln konnten sich am vergangenen Wochenende im Herforder Freibad über ungefährdete Start-Ziel-Siege freuen. Die 4 x 200-Meter-Freistil-Staffel der Männer ist mit Startschwimmer Claudius Ditz, Timo Pohlmann, Philipp Strehle und  Alexander Teubert sogar einen neuen Vereinsrekord (8:37,77 min) geschwommen. Sie siegte mit deutlichem Vorsprung vor dem schneller gemeldeten SCSA Steinhagen. Zudem krönte Schlussschwimmer Alexander Teubert (16) ein starkes Wochenende mit drei Einzeltiteln über die Rückenstrecken – über 50/100/200 Meter (29,37 sec/1:03,83 min/2:21,36 min). Christof Taube: „Das war beeindruckend.“

 

Während bei den Frauen bewährte Kräfte wie Lena Rosenstengel und Karolin Taube weitere Einzel-Titel in der Offenen Klasse beisteuerten, schoben sich bei den Männern neue Gesichter in den Vordergrund. So dominierte Philipp Strehle (21) nicht nur die 100 m Schmetterling (1:00,16 min), sondern gewann auch völlig überraschend die 200 m Freistil-Königsdisziplin (2:04,86 min) vor Jannik Pursche (2:05,53 min) vom Schwimmteam Bielefeld. Dritter wurde in diesem Rennen der 23-jährige Claudius Ditz (2:06,80 min), der sein Wochenende mit einem Titel über 200 m Schmetterling (2:29,01 min) versüßte. Den Vizetitel holte hier der 16-jährige Vasileios Tekidis (2:30,17 min). Für einen weiteren Paukenschlag sorgte Fabian Mund (21) über 50 m Brust (31,05 sec), als er voll fokussiert den haushoch favorisierten Bent Buttwill (SCSA/31,09 sec) um vierhundertstel Sekunden in einem Anschlagfinale auf den zweiten Platz verwies. Den achten Einzeltitel für die Wasserfreunde sicherte sich über 50 m Freistil (24,76 sec) mit Thorben Oevermann (20) der schnellste Schwimmer der OWL-Meisterschaften. „Für Thorben und Claudius waren es die ersten Titel in der offenen Klasse.“

 

Ebenso flott unterwegs waren bei den Frauen zwei DM-Teilnehmerinnen der Wasserfreunde. „Obwohl es der letzte Wettkampf der Saison ist und die meisten schon Deutsche - und NRW-Meisterschaften hinter sich haben und die Luft raus ist, haben sich trotzdem alle Schwimmer noch einmal richtig reingehängt. Das ist ein Beweis für den Charakter der Mannschaft. Entsprechend feiern wir die Erfolge“, lobte Christof Taube. Das gilt auch für Lena Rosenstengel (22) über 100 m Schmetterling (1:03,93 min), die ebenso wie Karolin Taube (26) über 100 m Rücken mit dieser Einstellung die auf diesen Strecken favorisierte Marie Brockhaus (1. Paderborner SV) hinter sich ließen. Die beiden Schwimmerinnen waren auch maßgeblich an den drei Staffelsiegen der Frauen mit Lara Pohlmann, Pia Oberhokamp, Annika Günzel und Ilka Bathge beteiligt.

 

„Mit dieser positiven Bilanz hatte ich gar nicht gerechnet, da einige Medaillen-Kandidaten aus den unterschiedlichsten Gründen fehlten“, freute sich Christof Taube. „Dafür war zum Beispiel der aus Brasilien heimgekehrte Gabriel Lotz wieder dabei, der ohne große Vorbereitung in der 4x100-m-Freistil-Staffel phänomenale 55 Sekunden kraulte.“ So verbuchten die 46 Schwimmer der Wasserfreunde allein sechzehn Titel in der Offenen Klasse (10 Einzel- und 6 Staffelerfolge). Außerdem holten sie 36 Jahrgangstitel und erzielten eine Vielzahl an persönlichen Bestzeiten.

 

Über weitere Vizemeisterschaften in der Offenen Klasse konnten sich etwa Lara Pohlmann über 50 m Freistil (27,17 sec) und 100 m Freistil (1:01,03 min) freuen, genauso wie Carla Beckmann (33) über 200 m Schmetterling (2:29,30 min). Aus Wasserfreunde-Sicht ist es ebenso erfreulich, dass sich auch der Nachwuchs unter den Fittichen von Julia Wolff (2. Mannschaft) und Steve Rulik (3. Mannschaft) gegen die ostwestfälische Konkurrenz bestens behaupten konnte. Immerhin hatten 27 Vereine über 365 Schwimmer in die Rennen geschickt.

In den jüngeren Jahrgängen gehörten neben Lina Haberstroh (4 Titel) und Anna Haberstroh (2 Titel) noch Benedikt Fißmer (2 Titel) und Anastasia Melissopoulou (2 Titel) – beide erst 11 Jahre alt – zu den fleißigsten Medaillensammlern.

 

In die Medaillenränge schafften es zudem noch Ilka Bathge (50 m Brust / 2. Platz), Max Borchers (400 m Freistil / 2.), Benedikt Fißmer (200 m Lagen / 400m Freistil / 2 Titel), Annika Günzel (100 m Freistil / 2.), Anna Haberstroh (100 m / 200 m Schmetterling / Zwei Titel), Lina Haberstroh (100 m und 200 m Brust / 100 m und 200 m Schmetterling / 4 Titel), Tjalf Haun (200m Lagen / 1 Titel), Thomas Heinze (100m Schmetterling / 3.), Liam Hellberg (400 m Freistil / 3.), Pia Kleinebekel (100 m und 200 m Rücken / 400 m Freistil / 3 Titel), Annika Knoche (200 m Schmetterling / 1 Titel), Maren Knollmann (100 m und 200 m Brust / jeweils 2.), Nils Kombrink (200 m Lagen / 2.), Gerrit Lüngen (200 m Rücken / 1 Titel und 5 Vizetitel), Anastasia Melissopoulou (100 m und 200 m Brust / 2 Titel), Pia Oberhokamp (200 m und 400 m Freistil / 2 Titel), Timo Pohlmann (100 m Schmetterling / 100 m Freistil / 200 m Lagen / 3 Titel), Janina Poppensieker (200 m Lagen / 2. Platz), Vasileios Tekidis (400 m Freistil / 200 m Schmetterling 2 Titel), Christina Teubert (200 m Rücken / 3.), Nikolai Tost (100 m und 200 m Brust / 100 m Rücken / 3 Vizetitel), Leon Uwarow (100 m Freistil / 2. Platz).

 

 

Ergebnisse im Überblick: www.sv-owl.de

Einen kompletten Medaillensatz sammelte Brustschwimmer Fabian Mund in der offenen Klasse: Neben seinem Erfolg über 50 Meter Brust holte er noch Silber und Bronze über 100 Meter und 200 Meter Brust. Foto: Peter Unger

 

 

 

 

 

Zwei Top-Ten-Plazierungen für Freistil- und Mixed-Staffel bei der DM in Berlin.

Zehn Wasserfreunde in Berlin, von links: Trainer Christof Taube, Carla Beckmann, Fabian Mund, Lara Pohlmann, Karolin Taube, Niklas Klingenberg, Annika Günzel, Trainer Alexander Bockhorst, Ilka Bathge und Lena Rosenstengel. Foto: Peter Unger

 

Das nationale Schwimm-Highlight gingen die Wasserfreunde in diesem Jahr mit einer außergewöhnlichen Vorbereitung an. Denn einen Tag vor dem Startschuss für die Deutschen Meisterschaften heirateten Christof Taube und Karolin Pult, die nun als Karolin Taube ihre erfolgreiche Schwimmkarriere fortsetzt.

 

„Das war sicherlich nicht optimal“, kommentierte der Wasserfreunde-Coach, der mit Alexander Bockhorst das Bielefelder Team während der vier DM-Tage betreute. Doch die durchweg gelungene Hochzeitsfeier trug entscheidend dazu bei, dass die Stimmung im Team ausgesprochen gut war. Und die hielt erst recht an, nachdem die 4 x 100 Meter-Freistilstaffel der Frauen in 3:59,70 Minuten hinter der SSG Leipzig auf dem neunten Rang landete und für die beste Wasserfreunde-Platzierung in Berlin sorgte. „Das war ein gelungener Auftakt, auch wenn wir schon mal schneller unterwegs waren. Aber unter den Umständen war das eine sehr gute Leistung“, meinte Christof Taube. „Ein neunter Platz unter 33 Teams in Deutschland ist für einen kleinen Verein wie die Wasserfreunde schon Spitze.“

 

Die beste Zeit des schnellen Freistil-Quartetts mit Lara Pohlmann (1:00,08 min), Karolin Taube (59,93 sec) und Schlussschwimmerin Annika Günzel (1:01,54 min) erzielte Lena Rosenstengel in 58,15 Sekunden, die auch für die beste Einzelleistung der Wasserfreunde sorgte. Über 100 Meter Schmetterling schaffte die 22-jährige Studentin den Sprung ins B-Finale, wo sie als Sechste in 1:02,48 Minuten hinter der Paderbornerin Marie Brockhaus anschlug. Die Gesamt-Fünfzehnte Lena Rosenstengel verbesserte in diesem Rennen ihren eigenen Vereinsrekord noch mal um 27/100 Sekunden. „Das war wirklich Spitze“, jubelte ein zufriedener Trainer.

 

Ein weiteres Glanzlicht setzten die Wasserfreunde mit ihrer 4 x 100 Meter-Freistil-Mixedstaffel, die es mit neuem Vereinsrekord in 3:52,49 Minuten ebenfalls unter die zehn besten Vereinsmannschaften in Deutschland schaffte und in folgender Besetzung antrat: Lara Pohlmann (59,97 sec), Fabian Mund (56,09 sec), Niklas Klingenberg (55,45 sec) und Annika Günzel (1:01,10 min). Unmittelbar vor der Freistil-Mixed-Staffel wurde die 4 x 100 Meter-Lagen-Mixedstaffel (4:14,03 min) Fünfzehnte. Am Schlusstag überraschte die ersatzgeschwächte 4 x 100 Meter-Lagen-Staffel der Frauen (4:33,64 min / 15. Platz) mit derselben Platzierung. Die Lagenstaffel bestritten Lara Pohlmann (Rücken: 1:09,71 min), Ilka Bathge (Brust: 1:19,97 min), Lena Rosenstengel (Schmetterling: 1:03,05 min) und Annika Günzel (Kraul: 1:00,91 min).

 

Einige Schwimmer hatten sich zusätzlich für die Einzelwettbewerbe qualifizieren können. Für ihren Trainingsfleiß und ihre konstant starken Leistungen belohnte sich Carla Beckmann (32) nicht nur mit einer weiteren DM-Teilnahme, sondern auch mit einer 200-Meter-Schmetterling-Zeit (2:26,53 min / 35.) im Bestzeiten-Bereich. „Sie ist mit 1:08,94 Minuten relativ schnell angegangen. Dadurch war die letzte Bahn etwas schlechter als sonst – trotzdem eine starke Leistung“, analysierte Christof Taube.

 

Nur eine Zehntelsekunde über seiner Bestzeit blieb Fabian Mund (20) über 50 m Brust (30,51 sec / 47.), dessen Startphase nicht optimal war. Lara Pohlmann (17) überzeugte in den Staffeln, haderte aber mit sich über ihre Leistung im 50-Meter-Freistil-Sprint (27,85 sec / 57.), in dem sie 88/100 Sekunden über ihrer Bestmarke blieb. Mit bemerkenswerten Ergebnissen in der Staffel und soliden guten Einzelleistungen über 50 m Rücken (31,63 sec / 49.) und 100 m Rücken (1:07,47 min / 47.) kehrte Karolin Taube aus Berlin zurück. „Mit dem Hochzeitsstress vorweg war nicht mehr zu erwarten. Ich hatte eher mit schlechteren Leistungen gerechnet“, urteilte Christof Taube.

 

Angesichts der Leistungen bestens präpariert, aber mit einer wesentlich größeren Mannschaft treten die Wasserfreunde dann beim letzten Wettkampf vor den Sommerferien an, den OWL-Meisterschaften Anfang Juli in Herford.

 

 

 

 

 

Drei Top-Ten-Platzierungen der Wasserfreunde bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin – Pia Oberhokamp wird Siebte über 800 m Freistil.

Acht Wasserfreunde hatten sich für die DJM qualifiziert, von links: Lara Pohlmann, Alexander Teubert, Gerrit Lüngen, Janne Lüngen, Thorben Oevermann, Timo Pohlmann, Pia Kleinebekel und Pia Oberhokamp. Foto: Peter Unger

 

 

 

Mit einer beachtlichen Bilanz sind die acht qualifizierten Schwimmer der Wasserfreunde aus Berlin zurückgekehrt. Herausragend aus einer Fülle an starken Leistungen war zum einen die Finalteilnahme der 17-jährigen Lara Pohlmann, die über 50 Meter Freistil auf den siebten Platz sprintete. Mit derselben Platzierung belohnte sich Pia Oberhokamp für ein couragiertes Rennen über 800 Meter Freistil.

Die meisten Schwimmer hatten bereits bei den NRW-Meisterschaften mit Top-Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Da fällt es schwer, die Spannung zu halten und ein paar Wochen später noch einmal die eigene Bestmarke zu unterbieten. „Immerhin konnten die meisten Schwimmer ihre NRW-Zeiten bestätigen. Vereinzelt sind sogar noch einige Bestleistungen erzielt worden“, resümierte der zufriedene Wasserfreunde-Coach Christof Taube. Dafür schwächelten Pia Oberhokamp (steckt mitten im Abi) und Pia Kleinbekel (aufgrund von Rückenproblemen) jeweils über 1500 Meter Freistil. „Für Pia Kleinbekel war es der erste Start bei den Deutschen.“ Bei ihren weiteren Starts konnte sich Pia Oberhokamp mehr als rehabilitieren. Über 800 Meter Freistil (9:53,18 min) stimmte der Rhythmus und so erreichte sie mit Platz 7 die zweite Top-Ten-Platzierung für die Wasserfreunde.

Ansonsten präsentierten sich die Bielefelder in der Schwimmhalle im Europa-Sportpark in Berlin in sehr guter Verfassung. Für Lara Pohlmann hat sich das intensive Training der vergangenen Monate auf jeden Fall gelohnt. Als Viertschnellste erreichte sie in 27,09 Sekunden das Finale, in dem sich alle Teilnehmerinnen noch einmal deutlich steigerten – auch Lara Pohlmann. Sie unterbot ihre eigene Bestleistung um sechshundertstel Sekunden und wurde in 26,97 Sekunden in einem Doppel-Jahrgang (1998/1999) Gesamtsiebte. Es siegte Christina Lehr (26,28 sec) vom Hofheimer SC. Obwohl Lara Pohlmann dreizehntel Sekunden hinter dem Bronzerang blieb, jubelte sie lautstark über ihre starke Vorstellung. Bereits zwei Tage zuvor hatte sie ihre gute Form über 100 m Freistil (1:00,01 min) angedeutet.

Ihr jüngerer Bruder Timo hatte sich bereits bei den NRW-Meisterschaften extrem gesteigert. Über 50 m Schmetterling (27,24 sec) blieb der vierzehnjährige Schüler nur knapp über seiner Bestzeit, erreichte mit Platz 9 die dritte Top-Ten-Platzierung für die Wasserfreunde und verpasste damit das Finale nur denkbar knapp. Ein absolutes Spitzenrennen zeigte Timo Pohlmann bei seinem zweiten Auftritt über 50 m Freistil (25,51 sec/13.), wo er seine Bestmarke noch einmal 26/100 Sekunden verbesserte. Auf vergleichbar hohem Niveau präsentierte sich der ein Jahr ältere Rückenspezialist Alexander Teubert, der sich im Vergleich zum Vorjahr um bis zu vier Sekunden steigerte – über 50 m Rücken (28,89 sec / 14.), aber auch über 100 m Rücken (1:01,86 min / 17.) und 200 m Rücken (2:16,54 min / 14.).

Ähnlich fällt die Bilanz von Janne Lüngen aus, der sich wie Alexander Teubert für alle drei Rückenstrecken qualifiziert hatte. Nachdem es für den 14-jährigen Schüler über 200 m Rücken (2:23,53 min / 18.) noch nicht ganz rund lief, schrammte er über 100 m Rücken (1:06,24 min / 16.) und 50 m Rücken (31,18 sec / 24.) nur knapp an einer neuen Bestzeit vorbei. Zwillingsbruder Gerrit bestätigte über 100 m Brust (1:14,66 min / 22.) und 200 m Brust (2:41,96 min / 19.) seine bei den NRW-Titelkämpfen erzielten Zeiten. „Über 200 m Brust ist Gerrit zu schnell angegangen und konnte deshalb das Tempo auf den zweiten hundert Metern nicht halten“, erläuterte Christof Taube.

Besser lief es für Thorben Oevermann, nicht nur ältester Schwimmer der Wasserfreunde, sondern auch gleichzeitig Debütant bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Der hoch aufgeschossene Schwimmer bestätigte sowohl über 50 m Rücken (29,23 sec / 20.), als auch über 50 m Freistil (24,80 sec / 24.) seine guten Zeiten. Erfreulich aus Bielefelder Sicht: Das Gros der Wasserfreunde-Schwimmer hat sich auch für die 129. Offenen Deutschen Meisterschaften in ein paar Tagen an gleicher Stelle qualifiziert.

Wasserfreunde-Nachwuchs überzeugt bei 10. Arena-Meeting in Hannover

 

Fast 80 Bestzeiten:17 Aktive der zweiten und dritten Wasserfreunde-Mannschaft haben beim 10. Arena-Meeting in Hannover erfolgreich um Qualifikationszeiten für die OWL-Meisterschaften Anfang Juli in Herford gekämpft.

Fast 80 Bestzeiten:17 Aktive der zweiten und dritten Wasserfreunde-Mannschaft haben beim 10. Arena-Meeting in Hannover erfolgreich um Qualifikationszeiten für die OWL-Meisterschaften Anfang Juli in Herford gekämpft.

 

Das Arena-Meeting der Wassersportfreunde Hannover hat im Schwimmkalender vieler ambitionierter Vereine einen festen Platz – so auch bei den Wasserfreunden Bielefeld. Während sechs Schwimmer der ersten Mannschaft die 10. Auflage mit über 330 Schwimmern als willkommenen Test vor den nationalen Titelkämpfen nutzten, kämpften 17 Schwimmer der zweiten und dritten Mannschaft um die Qualifikationszeiten für die OWL-Meisterschaften Anfang Juli in Herford.

Immerhin fiel die Bilanz für das Trainer-Gespann Julia Wolff (2. MS) und Steve Rulik (3. MS) nach zwei Wettkampftagen sehr gut aus. Insgesamt sammelten die 23 Aktiven im Stadionbad 48 Medaillen (17 x Gold, 14 x Silber, 17 x Bronze). Entsprechend positiv fiel das Fazit aus. Für Julia Wolff ist es erfreulich zu sehen, dass das Oster-Trainingslager in Dänemark und Tschechien bereits erste Früchte zeigt. „Einige Schwimmer haben sich wirklich enorm verbessert“, strahlt die Trainerin.

Einen sehr guten Eindruck hat nach Wolff’s Angaben Tjalf Haun (12 Jahre) gemacht, etwa über 100 m Freistil (1:08,37 min) oder über 200 m Rücken (2:51,96 min / 2. Platz). Ein starkes Rennen mit optimaler Renneinteilung ist Leon Uwarow (12) über 400 m Freistil (5:38,33 min / 3.) geschwommen. Lobenswert aus der zweiten Mannschaft sind auch die Leistungen von Dimitrij Bormann (14) über 50 m Freistil (29,35 sec / 3.) und 100 m Freistil (1:05,52 min / 6.). Krankheitsbedingt geschwächt erzielte der gleichaltrige Maksimilian Pöschel eine sehr gute Zeit über 100 m Brust (1:31,21 min / 4.).

Ganz nah an die NRW-Pflichtzeiten herangeschwommen ist Emma Nowitzki bei ihren Siegen über 100 m Rücken (1:17,66 min) und 200 m Rücken (2:52,26 min). Außerdem erzielte die 12-jährige Schwimmerin bei fünf Starts nicht nur fünf Bestzeiten, sondern landete auch fünfmal auf dem Podest. „Damit ist Emma’s Einstieg nach längerer, krankheitsbedingter Pause vollends geglückt.“ Mit grandioser Technik schaffte Juliane Schröder (13) zweimal den Sprung auf das Podium – über 50 m Brust (41,97 sec / 3.) und über 200 m Brust (3:15,32 min / 2.). Lena-Marie Heinze (15) wurde Fünfte über 100 m Brust (1:36,92 min).

Im Vergleich zur vergangenen Langbahnsaison hat sich auch Joline Poppensieker (11), die erstmals im Trainingslager war, noch einmal deutlich verbessert,. „Das harte Training hat sich bei ihr besonders über 100 m Freistil (1:21,46 min) und 200 m Brust (3:32,66 min / 2.) ausgezahlt“, urteilt Julia Wolff. Maren Knollmann (14) blieb fast zehn (!) Sekunden unter ihrer Bestmarke über 200 m Rücken (2:58,45 min / 2.) und erzielte über 200 m Lagen (2:58,16 min) eine ähnlich ansprechende Zeit. Die im selben Jahrgang startende Priyanga Selvenesan wurde Dritte über 400 m Freistil (6:06,89 min).

Herausragend aus einer Fülle an guten Leistungen sind bei der 3. Mannschaft von Steve Rulik die Ergebnisse von Annika Knoche, die bei insgesamt neun Starts sieben (!) Bestzeiten erzielte und dazu noch zwei Finalteilnahmen verbuchte. Sowohl über 100 m Rücken (1:25,36 min / 3.) als auch über 100 m Schmetterling (1:35,56 min) steigerte sie sich in den Finalläufen noch einmal um bis zu drei Sekunden. Ins Finale schaffte es auch Anastasia Melissopoulou (10) über 100 m Brust (1:35,39 min / 8.). Ihre beste Platzierung erreichte sie über 800 m Freistil (13:42,26 min / 3.). Sogar noch einen Rang besser war hier die gleichaltrige Greta Bachmann, die über 800 m Freistil (12:53,93 min /2.) in neuer Bestzeit anschlug. Besonders stark sah Julia Wolff sie auf den Rückenstrecken, die auch Justin Mann (1:25,64 min) gut beherrscht. Der 13-jährige Schüler stand zudem noch über 200 m Freistil (2:49,57 min) ganz oben auf dem Podest.

Gut eingelebt bei den Wasserfreunden hat sich der erst neunjährige Neuzugang Benedikt Fißmer aus Herford. Der jüngste Wasserfreund präsentierte sich in Top-Form und feierte bei seinen sieben Starts drei Siege. „Besonders seine Zeiten über 200 m Freistil (2:49,18 min / 1.) und über 400 m Freistil (6:06,55 min / 1.) sind für sein Alter Top-Zeiten“, lobte Julia Wolff. Auch für Dana Hellberg (13) hat sich das enorme Pensum im Trainingslager ausgezahlt – etwa über 200 m Freistil (2:48,00 min / 4.), wo sie gleich „satt unter drei Minuten“ gelandet ist. Über gute Zeiten – z.Bsp. über 100 m Freistil (1:24,59 min / 7.) – freute sich auch Lotta Krumins-Nemeth.

Allein sechs Siege verbuchten die Aktiven der ersten Mannschaften. So überzeugte neben Fabian Mund (50 m Brust / 30,39 sec / 1.) auch Ilka Bathge im Brustsprint (35,00 sec / 1.) mit nur einer Zehntelsekunde über ihrer Bestmarke. Im Bereich ihrer Bestzeiten bewegte sich auch Janina Poppensieker (15) bei ihren fünf Starts, von denen sie die 200 m Rücken (2:36,03 / 1.) für sich entscheiden konnte. Weitere Siege feierten neben Pia Oberhokamp (18) über 1500 m Freistil (19:33,07 min) noch Lara Pohlmann (17) über 50 m Rücken (32,02 sec). Mit Saisonrekord erfolgreich zurück gemeldet hat sich auch Vasileios Tekidis (16). Bei seinem ersten Auftritt seit langer Zeit blieb die Uhr über 800 m Freistil (2.) bei 9:23,61 Minuten stehen.

Das Gros der Mannschaft startet bereits an diesem Wochendende (27. + 28. Mai) beim 43. Internationalen Schwimmfest des SC Herford im Freibad „Im kleinen Felde“.

 

 

 

 

Ergebnisse

Beckmann, Carla   200 S  02:26,53  Platz 35

Mund, Fabian          50 B  00:30,51  Platz 47

Pohlmann, Lara       50 F  00:27,85  Platz57

Taube , Karolin          100 R  01:07,47  Platz 47
Taube , Karolin            50 R  00:31,63  Platz 49

Rosenstengel, Lena 100 S  01:02,78  Platz 15
Rosenstengel, Lena 100 S  01:02,48  Platz 14  B Finale

 4x100 F   03:59,70  Platz 9
Pohlmann, Lara 1999 100m 01:00,08
Rosenstengel, Lena 1995 200m 01:58,23
Taube, Karolin 1991 300m 02:58,16
Günzel, Annika 1999 400m 03:59,70


4 x 100  L mixed 04:14,03  Platz 15
Taube, Karolin 1991 100m 01:07,70
Mund, Fabian 1996 200m 02:16,38
Rosenstengel, Lena 1995 300m 03:18,93
Klingenberg, Niklas 1995 400m 04:14,03

4x100 F mixed 03:52,49 Platz 10
Pohlmann, Lara 1999 100m 00:59,97
Mund, Fabian 1996 200m 01:56,06
Klingenberg, Niklas 1995 300m 02:51,39
Günzel, Annika 1999 400m 03:52,49

4x100 L 04:33,64 Platz 15
Pohlmann, Lara 1999 100m 01:09,71
Bathge, Ilka 1996 200m 02:29,68
Rosenstengel, Lena 1995 300m 03:32,73
Günzel, Annika 1999 400m 04:33,64

Erneut NRW-Bronze für die Lagenstaffel der Wasserfreunde mit Karolin Pult, Ilka Bathge, Lena Rosenstengel und Lara Pohlmann (von links).

 

Lena Rosenstengel (21) schwimmt zu Bronze in der offenen Klasse – Doppel-Gold für Lara Pohlmann (17) in der Jahrgangswertung

 

„Bei jedem ihrer Starts ist Lena ins Finale gekommen“, lobte Wasserfreunde-Coach Christof Taube die 21-jährige Lena Rosenstengel, die seit fünf Jahren nicht mehr so schnell unterwegs war. Lohn der Plackerei war für die Studentin der Gewinn einer Bronzemedaille über 200 Meter Schmetterling.

 

Als drittschnellste Frau im Lande verfehlte die Bielefelderin in 2:20,82 Minuten nur knapp eine bessere Platzierung. Einen Wimpernschlag schneller waren nur Jana Markgraf (2:18,93 min) von der SG Bayer und Leonie Göbels (2:19,63) von der SG Essen. Ebenso überzeugend präsentierte sich in diesem Endlauf Carla Beckmann (2:26,94 min/8.), die sich mit dieser Zeit wohl auch für die deutschen Titelkämpfe qualifiziert hat. Zudem erzielte die 32-jährige Schwimmerin über 100 m Schmetterling (1:06,86 min / 16.) noch eine persönliche Bestzeit.

 

Bereits zwei Wochen nach dem Trainingslager reisten die Wasserfreunde mit 20 (!) Aktiven zu den NRW-Meisterschaften nach Wuppertal – so vielen Athleten wie noch nie. Die Zeit zum Regenerieren war entsprechend kurz. „Zumal wir in der Woche vor Ostern täglich acht Stunden trainiert haben“, erläuterte Wasserfreunde-Coach Christof Taube. „In der Woche darauf kamen noch einmal sechs Trainingseinheiten dazu.“ Als Standortbestimmung diente danach ein Wettkampf in Bochum, bei dem allerdings die Schnelligkeit fehlte. „Manchen steckte das Trainingslager noch in den Knochen, so dass viele ihren Saisonhöhepunkt noch nicht erreicht haben.“ Diese Einschätzung gilt auch für die Titelkämpfe in Wuppertal.

 

Die dritte Medaille in der Offenen Klasse fischten die Wasserfreunde mit der 4 x 100-Meter-Lagenstaffel (Karolin Pult, Ilka Bathge, Lena Rosenstengel, Lara Pohlmann) aus dem Wasser. In 4:28,34 Minuten wurde das Bielefelder Quartett hinter der nationalen Elite der SG Essen (4:20,12) und der SG Dortmund (4:23,45) hervorragende Dritte. Auf einem undankbaren vierten Platz landete am Ende eines langen Wettkampf-Wochenendes die 4 x 100-Meter-Freistilstaffel (4:00,50), bei der Annika Günzel für Ilka Bathge ins Team rückte.

 

Weitere Top-Ten-Platzierungen erzielten die Wasserfreunde dann noch mit den Männern über 4 x 100-m-Lagen (4:07,63 min / 7.) und mit neuem Vereinsrekord über 4 x 100-m-Freistil (3:43,89 min / 6.). „Das war wirklich eine Super-Leistung, zumal der bestehende Rekord noch auf der Kurzbahn erzielt wurde“, erläuterte Christof Taube. „Bei der Lagenstaffel fehlte nicht mal eine Sekunde zum Rekord.“ Als Startschwimmer der Freistil-Staffel hatte Alexander Teubert (57,13 sec) die Wasserfreunde auf Kurs gebracht, es folgten Fabian Mund, Philipp Strehle und Niklas Klingenberg die dank eines 55-Sekunden-Schnitts den Vereinsrekord deutlich verbesserten. Neuer NRW-Staffelmeister wurde hier die SG Dortmund (3:33,99 min). Das starke Mannschaftsergebnis rundeten zwei sechste Plätze mit der 4 x 100-m-Freistil-Mixed-Staffel (3:51,19 min) sowie mit der 4 x 100-m-Lagen-Mixed-Staffel (4:15,84 min) ab.

 

Ein ‚Sahnewochenende’ erwischte Lara Pohlmann, die mit zwei Jahrgangstiteln geschmückt nach Bielefeld zurückkehrte. Sowohl über 50 m Freistil (27,27 sec) als auch über 100 m Freistil (59,82 sec) hatte die starke Konkurrenz das Nachsehen. Mit ihren neuen Bestzeiten erreichte sie auf beiden Strecken sogar das Finale in der offenen Klasse. Nach einer weiteren Steigerung über 50 m Freistil (27,03 sec) wurde die 17-jährige Schülerin sogar Gesamtfünfte. „Mit diesen Zeiten hat Lara sich bereits für die deutschen Jahrgangsmeisterschaften qualifiziert.“

 

Zweimal jubeln durfte auch Pia Oberhokamp (18) über ihre starke Jahrgangswertung. Zum einen über ihren Vize-Titel über 400 m Freistil (4:47,78 min), zum anderen über die Bronzemedaille, die sie auf der halben Distanz über 200 m Freistil (2:16,00 min) mit nach Hause nehmen konnte. „Da Pia im Abi-Stress steht, waren die Zeiten eher zweitrangig“, urteilte Christof Taube. Bei Annika Günzel (17) geht die Formkurve wieder nach oben – etwa über 50 m Schmetterling (30,25 sec / 6.) sowie über 100 m Freistil (1:02,41 min / 7.). Nach krankheitsbedingten Rückschlägen findet auch Janina Poppensieker (15) mit allein vier Bestzeiten und fünf Top-Ten-Platzierungen zu alter Stärke zurück. Ihre besten Platzierungen erreichte sie über 50 m Freistil (28,32 sec / 6.) und über 50 m Rücken (32,78 sec / 7.).

 

Neben zwei Bestzeiten über 50m Freistil (29,00 sec/18.) und 100m Rücken (1:13,73 min/18.) gelang Pia Kleinebekel (14) über 400 m Freistil (4:45,57 min / 5.) ebenfalls der Sprung unter die besten Sechs. Dasselbe Kunststück schaffte Torben Knollmann (18), der seine Bestmarken über 200 m Schmetterling (2:21,94 / 5.) sowie über 200 m Lagen (2:22,15 min / 13.) jeweils um mehr als zwei Sekunden (!) unterbot. Niklas Klingenberg (21) verbesserte sich teils deutlich über 50 m Rücken (29,19 / 28.) und 200 m Freistil (2:02,09 min / 28.).

 

Auf allen Rückenstrecken im Finale war Karolin Pult, die ihre Klasse nicht nur in den Staffeln, sondern auch in drei Finalläufen unter Beweis stellen konnte. Leider verfehlte sie als Vierte über 200 m Rücken (2:24,65 min) nur denkbar knapp einen Medaillenrang. Ansonsten liegt die 25-jährige Lehrerin sowohl über 50 m Rücken (32,44 sec / 10.) und über 100 m Rücken (1:06,97 min / 6.) in Schlagdistanz zu ihren Bestzeiten. „Das ist umso bemerkenswerter, da sie vor dem Trainingslager einen Auffahrunfall hatte und nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte ist.“

 

Einen weiteren Finalplatz in der offenen Klasse sicherte sich Philipp Strehle über 100 m Schmetterling (59,38 min / 9.), der seine beste Leistung über 50 m Schmetterling (26,45 sec / 17.) erzielte, wo er nur zwei Zehntelsekunden über seiner Bestzeit blieb. Schon im Trainingslager deutete sich die gute Form von Sarah Seipolt an, die sie bei den NRW-Meisterschaften nicht nur über 100 m Brust (1:20,51 min / 49.) und über 200 m Brust (2:54,61 min / 49.) bestätigte. Lange Zeit mit sich und seine Leistungen gehadert hatte Fabian Mund (20), der sich nach Knieproblemen eindrucksvoll über 50 m Brust (30,45 sec / 14.) und über 100 m Brust (1:08,59 min / 20.) zurückmeldete und sich damit ins DM-Ranking schwamm. Der Mindener Thorben Oevermann, der über den 1. Paderborner SV zu den Wasserfreunden lieferte über 50 m Freistil (24,90 / 23.) eine solide und über 100 m Rücken (1:04,77 min / 39.) eine starke Leistung ab.

 

Lobenswert auch die Leistungen des 15-jährigen Rückenspezialisten Alexander Teubert in der offenen Klasse, der seine Jahrgangsmeisterschaften (Jahrgänge 2000 – 2004) erst am kommenden Wochenende in Dortmund hat. Neben einer neuen Bestmarke über 100 m Rücken (1:02,59 min / 25.) schwamm er die beiden anderen Rückenstrecken (50 m: 29,33 sec / 32. und 200 m: 2:18,23 min / 19.) auf Bestzeitenniveau. „In Dortmund dürfte er noch etwas schneller sein.“

 

Dafür steckte Brustschwimmerin Ilka Bathe (20) das Trainingslager wohl noch in den Knochen, die ihre beste Leistung über 50 m Brust (35,31 sec / 30.) abrufen konnte. „Hier fehlen noch ein paar Zehntel an der ‚Quali-Zeit’ für die Deutschen.“ Alexander Bockhorst (32,53 sec / 63.) erzielte über dieselbe Strecke eine neue Saisonbestzeit.

Doppelerfolg für die Wasserfreunde: Pia Oberhokamp, frisch gebackene OWL-Meisterin in der Offenen Klasse, und die neue Vizemeisterin Pia Kleinebekel liefern sich über 1500 Freistil ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Foto: Peter Unger

Schwimmen: Kleines Aufgebot der Wasserfreunde holt in Lübbecke bei den OWL-Meisterschaften über die lange Strecke insgesamt 39 Medaillen.

 

Obwohl die Wasserfreunde nur mit einem kleinen Team bei den OWL-Meisterschaften „Lange Strecke“ in Lübbecke gestartet sind, kehrten sie mit 39 Medaillen (21xGold/10xSilber/8xBronze) zurück nach Bielefeld. Aufgrund der Termindichte verzichteten einige Aktive, die demnächst bei NRW- und deutschen Meisterschaften, auf die Teilnahme.

 

„Sie hätten über sechs Wochen jedes Wochenende einen Wettkampf zu absolvieren“, erläutert Christof Taube. „Das ist von der Belastung her viel zu hoch, zumal bei einem Wettkampf immer das ganze Wochenende belegt ist.“ Der andere Grund ist, dass einige Schwimmer noch gesundheitlich angeschlagen sind. Dazu zählt u.a. Vasileios Tekidis, der im Vorjahr die langen Freistilstrecken dominierte und im Vorfeld als Top-Favorit über 800 Meter und 1500 Meter Freistil gehandelt wurde.

 

Dafür glänzten dieses Mal andere Schwimmer in der Offenen Klasse, etwa Pia Oberhokamp (18) und Pia Kleinebekel (14), die sich über 1500 Freistil ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Mit gut acht Sekunden Vorsprung siegte am Ende Pia Oberhokamp in beachtlichen 18:37,35 Minuten vor der neuen Vizemeisterin Pia Kleinebekel (18:45,84 min), die ihre persönliche Bestzeit um fast 50 (!) Sekunden verbessert hat. Nach dem kräftezehrenden Rennen verzichteten beide auf ihren Start über 800 Meter Freistil. Die nahm dafür Maren Knollmann (14) in Angriff, die in 10:59,27 Minuten auf einen Bronzerang schwamm.

 

Timo Pohlmann (14) war der einzige Wasserfreund auf dieser Strecke, der als OWL-Vizemeister in 9:03,26 Minuten einen neuen OWL-Jugendrekord aufstellte und erst im Schlussspurt von Jannik Purschke (Schwimmteam) abgefangen wurde. Noch nicht ganz für einen Titel in der offenen Wertung reichte es für den dreizehnjährigen Janne Lüngen, der in 17:53,34 Minuten über 1500 Meter Freistil hinter Jannik Purschke (Schwimmteam) und Jan Kaltschmidt (TG Ennigloh) immerhin schon Dritter wurde. Zwillingsbruder Gerrit wurde ebenfalls Dritter, allerdings in der Jahrgangswertung, die Janne klar dominierte. Die fünfte Medaille in der Offenen Klasse, eine in Silber, ging an Annika Günzel (17) über 400 m Lagen (5:30,33 min), die sich in Abwesenheit von Karolin Pult und Lena Rosenstengel gut in Szene setzte. Gleiches gilt für drei Jahre jüngere Janina Poppensieker, die sich den Jahrgangstitel über 400 m Lagen (5:38,10 min) holte.

 

Mit sehr vielen guten Zeiten glänzten auch die Männer der Wasserfreunde über 400 m Lagen, darunter Alexander Teubert (15), der als Jahrgangsbester in 5:07,92 min gleichzeitig Vierter in der offenen Klasse wurde. Im Jahrgang 2003 belegten die Zwillinge Gerrit (5:09,64 min) und Janne Lüngen (5:09,68 min) fast zeitgleich die vorderen Podestplätze, obwohl sie in unterschiedlichen Läufe gestartet sind. Unwesentlich langsamer war Timo Pohlmann (Jg. 2002), Jahrgangsbester in 5:10,14 Minuten.

 

Weiteres Edelmetall sammelten die Wasserfreunde in den jüngeren Jahrgängen. Lina Haberstroh (12) ließ der Konkurrenz über 400 m Lagen (5:40,57 min) keine Chance, während sich ihre ein Jahr jüngere Schwester Anna über zwei Silbermedaillen über 400 m Lagen und 800 m Freistil (10:54,73 min) freuen konnte. Mit gleich zwei Bronzemedaillen und starken Leistungen schwamm sich auch Juliane Schröder (13) aus der zweiten Mannschaft über 400 m Lagen (6:13,76 min) und über 800 m Freistil in den Fokus des Trainers.

 

Ein dickes Trainerlob erhielt auch Tjalf Haun (12), der erstmals über 1500 m Freistil (21:52,97 min / 2.) an den Start ging. „Tjalf hat sehr schnell seinen Rhythmus gefunden und ist sehr konstant geschwommen“, urteilte Christof Taube. Dasselbe gilt für Leon Uwarow als Fünfter in 22:50,44 Minuten in derselben Altersklasse. Enorm verbessert erkämpfte sich Annika Knoche (11) Silber und Bronze über 800 m Freistil (12:33,22 min) und 400 m Lagen (6:46,48 min). Dasselbe gilt für den gleichaltrigen Nikolai Tost mit Doppel-Gold über 400m Lagen (6:28,03 min) und über 1500m Freistil (24:27,29 min).

 

Bei den jüngsten Startern glänzte die erst zehnjährige Greta Bachmann, die nicht nur den Jugendmehrkampf gewann, sondern auch bei jedem ihrer sieben (!) Starts auf dem Podest landete. Die Medaillenflut setzte sich mit vier Siegen bei den Masters fort. Während Ingeborg Seidel (AK 70) sich über ihren Erfolg über 200 m Brust (3:50,13 min) freute, überzeugte Carla Beckmann (AK 30) über 200 m Schmetterling (2:26,23 min) mit einer deutlich schnelleren Zeit als bei der DMS. Seine Zeiten bestätigte Claudius Ditz (AK 20) bei seinen Titeln über 200 m Brust (2:36,12 min) und über 800 m Freistil (9:51,02 min).

Langbahn-Auftakt für die potentielle DM-Kandidaten, von links: Gerrit Lüngen, Claudius Ditz, Timo Pohlmann, Alexander Teubert, Pia Oberhokamp, Janina Poppensieker, Karolin Pult, Pia Kleinebekel, Fabian Mund, Thorben Oevermann, Janne Lüngen. Es fehlen Annika Günzel und Carla Beckmann. Foto: Peter Unger

 

 

 

  1. Piranha-Meeting: Wasserfreunde freuen sich über 25 Podestplätze.

 

Der erste Langbahn-Auftritt der Wasserfreunde-Schwimmer im Stadionbad von Hannover ist geglückt. „Das war nicht selbstverständlich“, erläuterte Christof Taube. „Nach den Wettkämpfen auf der Kurzbahn benötigen die Schwimmer normalerweise einige Vorbereitungswettkämpfe bis es auf der langen Bahn wieder rund läuft.“

 

Wie jedes Jahr war das zum 19-ten Mal ausgerichtete Piranha-Meeting der SGS Hannover mit über 700 Teilnehmern aus ganz Deutschland sowie drei Vereinen aus Grpßbritannien, Finnland und Weissrußland bestens besucht. Am Ende eines auch sportlich ambitionierten Wettkampfes konnten sich die Trainer nicht nur über 25 Podestplätze (5 x Gold, 9 x Silber, 11 x Bronze) freuen, sondern auch über einige Bestzeiten und Finalteilnahmen von dreizehn Wasserfreunde-Schwimmern. „Wir haben diesen Wettkampf, der direkt nach den DMS liegt, insbesondere für Schwimmer mit DM-Aussichten ausgesucht“, erläuterte Christof Taube.

 

Ihre gute Frühform bestätigte Karolin Pult (25) mit drei Siegen über 50m, 100m und 200 m Rücken sowie zwei Finalteilnahmen über 100 m Rücken (1:08,86 min/4.) und 100m Schmetterling (1:06,69 min/5.). „Die kürzeren Strecken liefen schon sehr gut“, urteilte Christof Taube. „Außerdem war die Delphin-Zeit bemerkenswert.“ Gleich drei persönliche Langbahn-Bestzeiten belohnt mit drei Bronzerängen erzielte Alexander Teubert – über 50m, 100m und 200m Freistil (25,84 sec/ 57,95 sec/2:06,61 min). Der 15-jährige Schüler überzeugte auch über 100m Rücken (1:03,08 min/6.), wo er sich im Finale um fast zwei (!) Sekunden noch einmal deutlich steigerte.

 

Bestechend auch die Anpassungsfähigkeit der dreizehnjährigen Lüngen-Zwillinge auf die ungewohnte Langbahn. Während Gerrit u.a. über 100m (1:15,74 min/3.) und 200m Brust (2:46,75 min/2.) glänzte, überzeugte Janne über 50m Rücken (31,60 sec/3.) und 200m Rücken (2:26,01min/3.). „Das war über 200 m Rücken schon sehr nah an seine, im Vorjahr bei den NRW-Meisterschaften geschwommenen Zeit.“ Carla Beckmann (32) hat sich in Hannover auf die 200m Schmetterling (2:31,56 min/3.) konzentriert. „Damit hat sie gleiche Zeit wie zuletzt auf der Kurzbahn erzielt, war also deutlich besser.“

 

Überraschend gut kam auch Janina Poppensieker (14) mit der langen Bahn zurecht. „Besonders auf den kürzeren Strecken hat sie sich sehr gut präsentiert“, lobte Christof Taube. Ihre beste Platzierung erreichte die 14-jährige Schülerin mit neuer Bestzeit über 50m Rücken (32,99 sec/2.). Kein DM-Kandidat ist Claudius Ditz, der mangels Alternativen aber in Hannover mit geschwommen ist. Das zahlte sich für ihn aus, denn über 200m Schmetterling (2:28,38 min/2.) steigerte er sich um gleich sechs Sekunden. Zudem erreichte der 22-jährige das Finale über 100m Schmetterling (1:03,18min/6.).

 

Seine große Klasse im Schmetterlings-Stil bescherte Timo Pohlmann (14) über 50m (28,22sec/1.), 100m (1:06,61min/3.) und 200m Schmetterling (2:33,22min/2.) gleich drei Podestplätze. Eher auf den längeren Strecken glänzte neben der achtzehnjährigen Pia Oberhokamp, die über 800m Freistil in 9:55,19 min Platz eins belegte, noch Pia Kleinebekel (14), die auf der selben Strecke in 10:14,84 Minuten auf dem zweiten Platz landete.

 

Zufrieden mit ihren Zeiten und Platzierungen konnte auch Annika Günzel (17) sein. Hervorzuheben sind neben den 50m Schmetterling (30,84 sec/2.) noch ihre Leistung über 50m Freistil (28,94sec/5.). Trotz akuter Knieprobleme und entsprechend reduziertem Training haut Fabian Mund (20) eine gute Zeit nach der anderen heraus. So in Hannover, wo er im 100m Brust-Finale (1:10,30min/7.) war. Aber auch seine 50m Brust-Zeit (30,89sec/2.), wo er in die Medaillenränge schwamm, und sein 50m Freistil-Sprint (26,09sec/10.) können sich sehen lassen. Denn alle Strecken absolvierte Fabian Mund im Bereich seiner Bestzeiten.

Die zweite Herrenmannschaft der Wasserfreunde schafft den Aufstieg in die Landesliga, von links: Claudius Ditz, Gerrit Lüngen, Timo Pohlmann, Alexander Bockhorst, Matthias Zinram, Jens Jagiella, Janne Lüngen und Christof Taube. Foto: Peter Unger

 

Herausragende Leistungen der Lüngen-Zwillinge

 

Schwimmen: Die zweiten Damen- und Herrenmannschaften der Wasserfreunde steigen auf. – 2018 startet das zweite Herrenteam in der DMS-Landesliga, während die zweite Damen in der DMS-Bezirksliga antreten. – Die Wasserfreunde sind von der Bezirksklasse bis zur 2. Bundesliga mit einem Team vertreten.

 

 

Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen der Entscheidungen in den Bezirksligen und Bezirksklassen beim Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS). Im Fokus der Wasserfreunde standen dabei die zweiten und dritten Mannschaften der Bielefelder, die wie bereits die ersten Garnituren in der 2. Bundesliga (Damen) und in der Oberliga (Herren) mit Top-Leistungen aufwarteten.

 

Während die Aufstiegsträume des Schwimm-Teams Bielefeld I (11.690 Punkte) nach ihrem zweiten Platz hinter der zweiten Mannschaft der Wasserfreunde (12.104 Punkte) in der Bezirksliga vorerst platzten, steigen die Wasserfreunde als punktbester Vertreter in die Landesliga auf. Bereits nach dem zweiten Rennen hatten die Wasserfreunde die Führung im Gesamt-Klassement übernommen und bis zum Schluss verteidigt. Dabei musste Matthias Zinram kurzfristig für den erkrankten Thomas Heinze einspringen. Der 30-jährige Zinram hält sich zur Zeit mit einem gezielten Trockentraining (Laufen und Radfahren) ohne Wassereinheiten fit. Umso erstaunlicher waren seine Zeiten über 100 m Schmetterling (1:02,07 min) und über die Freistilstrecken (50 m: 25,61 sec / 100 m: 55,92 sec), mit denen er am Ende – mit insgesamt 1.703 Punkten belohnt – einen bemerkenswerten Beitrag zum Landesliga-Aufstieg leistete.

 

Herausragend aus der Sicht des Trainers waren die Leistungen der dreizehnjährigen Lüngen-Zwillinge, die nahezu nach jedem Start mit einer neuen Bestzeit aus dem Wasser stiegen. Während Janne (1.590 Punkte) über 100 m Rücken (1:06,02 min) und 200 m Rücken (2:19,26 min) sowie über 1.500 m Freistil (17:54,19 min) überzeugte, lobte Christof Taube die Rennen von Zwillingsbruder Gerrit (1.975 Punkte) über 200 m Lagen (2:23,70 min) und 400 m Lagen (5:09,10 min) sowie über 200 m Rücken (2:23,32 min) und 200 m Brust (2:42,66 min).

 

Die höchste Einzelpunktzahl verbuchte Claudius Ditz (22) mit 2.176 Punkten, die aus vier Starts und vier Bestzeiten resultierten. Seine beste Leistung erzielte der 22-jährige über 200 m Lagen (2:19,48 min). Zweibester Punktesammler war Timo Pohlmann (2.119 Punkte), der gleich im ersten Abschnitt über 1.500 Meter (17:43,29 min) und 400 m Lagen (5:15,98 min) extrem gefordert wurde. Nach muskulären Verspannungen und einer Lockerungs-Massage glänzte der 14-jährige im weiteren Verlauf mit Top-Leistungen auf Bestzeiten-Niveau über 200 m Freistil (2:05,07 min) und 400 m Freistil (4:28,98).

 

Erstmals unter 1:10 Minuten blieb Alexander Bockhorst (29) bei seinem Auftritt über 100 m Brust (1:08,67 min). „Dafür lief es für ihn über die Kraulstrecken nicht ganz so rund“, kommentierte Christof Taube. Ganz anders präsentierte sich Jens Jagiella (30) über die Freistilstrecken, der insbesondere über 200 m Freistil (2:02,60 min) Jannik Purschke vom Schwimm-Team Bielefeld das Leben schwer machte. „Jannik lag nach 100 Metern bereits eine Länge vor Jens, der wiederum auf den zweiten hundert Metern aufdrehte und das Rennen fast noch egalisieren konnte“, beschreibt Christof Taube den Rennverlauf.

 

Erstmalig versuchte sich Christof Taube über 100 m Rücken, wo er sich von 1:07 Minuten auf 1:05,87 Minuten steigern konnte. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell bin“, kommentierte der Aktiventrainer seine Premiere. Über 100 m Schmetterling (1:03,28 min) und 200 m Schmetterling (2:23,20 min) blieb der Schmetterlings-Spezialist im Rahmen dessen, was er momentan zu leisten in der Lage ist.

 

Parallel zum Titelgewinn der zweiten Herrenmannschaft in der DMS-Bezirksliga hat sich die zweite Wasserfreunde-Garnitur (10.373 Punkte) bei den Damen eine Klasse tiefer den Titel vor dem SV 1860 Minden (10.153 Punkte) in der DMS-Bezirksklasse gesichert. „Nach diesen tollen Ergebnissen sind die Wasserfreunde erstmalig in allen Klassen des Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS) vertreten – von der Bezirksklasse bis zur 2. Bundesliga“, jubelte Christof Taube. „Das gab es noch nie.“

 

Erfolgreichste Punktesammlerinnen waren im Bezirksklasse-Team Janina Poppensieker (1862 Punkte) gefolgt von Lina Haberstroh (1650 Punkte), Christina Teubert (1624 Punkte) und Maren Knollmann (1591 Punkte). Die weiteren Schwimmerinnen Anna Scheffler (1529 Punkte), Anna Haberstroh (1448 Punkte) und Juliane Schröder (678 Punkte) sorgten in der gleichmäßig besetzten zweiten Frauenmannschaft für einen knappen Vorsprung vor dem SV 1860 Minden. Hervorzuheben sind u.a. die Zeiten von Christina Teubert (19) über 400 m Lagen (5:43,31 min) und über 100 m Rücken (1:15,80 min). Aber auch die gesundheitlich leicht angeschlagene Janina Poppensieker (14) erzielte über 50 m Freistil (29,02 sec) und 200 m Rücken (2:34,64 min) respektable Zeiten genauso wie Anna Scheffler (19) über 200 m Schmetterling (2:46,55 min).

 

Auf Rang Sieben folgte die dritte Damen-Mannschaft der Wasserfreunde mit 6903 Punkten. Am meisten Zähler sammelten Lena-Marie Heinze (1345 Punkte), Annika Schwalm (1152 Punkte) und Priyanga Selvenesan (1079 Punkte). Komplettiert wurde das Team mit Joke Oberhokamp, Annika Knoche, Joline Poppensieker und Anastas Melissopoulou. Ebenfalls Rang Sieben erreichten das dritte Männer-Team der Wasserfreunde mit Nils Kombrink (1594 Punkte), Felix Tiekemeier (1120 Punkte), Maksimilian Pöschel (752 Punkte) sowie Mohammad Gholami, Dimitrij Bormann und Leon Uwarow.

 

Das verjüngte DMS-Team der Wasserfreunde startet auch im kommenden Jahr wieder in der Oberliga, vorne von links: Alexander Teubert, Trainer Alexander Bockhorst, Torben Knollmann, Trainer Christof Taube, Claudius Ditz, Thorben Oevermann. Hinten von links: Niklas Klingenberg, Martin Wolff, Max Borchers, Philipp Strehle, Vasileios Tekidis und Fabian Mund. Foto: Peter Unger

 

Schwimmen: Wasserfreunde überzeugen mit Platz Fünf in der DMS-Oberliga – Torben Knollmann mit Mammutpensum

 

Noch vor einer Woche jubelten die Frauen über ihren Verbleib in der 2. Bundesliga. Jetzt legten die Männer der Wasserfreunde nach und feierten in Mühlheim ausgelassen den Klassenerhalt in der DMS-Oberliga. Mit diesem Doppel-Erfolg erfüllten beide Bielefelder Teams die in sie gesetzten Erwartungen beim Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS).

 

Entsprechend zufrieden äußerte sich Christof Taube nach den 13 Rennen auf der 25 Meter Bahn im Mühlheimer Hallenbad. „In der Endabrechnung hatten wir gerade mal hundert Punkte weniger als geplant. Unterm Strich können wir mit den Leistungen des deutlich verjüngten Teams sehr zufrieden sein. Darauf können wir in Zukunft aufbauen.“ Am Ende mussten sich die Bielefelder mit 13.969 Punkten als Fünfte nur der SG Gladbeck / Recklinghausen (15.017 Punkte), der SG Schwimmen Münster (14.364 Punkte), der SG Rhein Erft Köln (14.345 Punkte) und der gastgebenden SG Mühlheim (14.225 Punkte) geschlagen geben. Immerhin fehlten mit Tobias Lange, Martin Stoffel, Matthias Zinram sowie dem in China weilenden Gabriel Lotz vier Leistungsträger der vergangenen Jahre. „Vier Hochkaräter kann man eigentlich nicht ersetzen. Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis und die erzielte Punktzahl absolut beachtlich.“

 

Herausragend sind neben einigen persönlichen Bestmarken zwei neue Vereinsrekorde. Der eine geht auf das Konto des zwanzigjährigen Philipp Strehle, der den von ihm gehaltenen Rekord über 100 m Schmetterling um achtzehn Hundertstelsekunden auf 56,95 Sekunden verbessert hat. Den zweiten Vereinsrekord schwamm der fünfzehnjährige Alexander Teubert über 200 m Rücken in bärenstarken 2:09,11 Minuten. Der fünfzehnjährige Schüler blieb damit fast vier Sekunden (!) unter seiner Bestzeit.

 

„Zuvor hatten sich Tobias Lange und Martin Stoffel jahrelang vergeblich bemüht, den Rekord von Johannes Englisch aus dem Jahre 2013 zu tilgen“, berichtet Christof Taube. „So hatte Alexander den Rekord gar nicht auf dem Schirm.“ Als er sich aber über 100 m Rücken bereits um 1,58 Sekunden auf 1:00,10 Minuten steigerte, machte ihm der Trainer Mut, den Rekord über die 200 Meter-Distanz anzugehen. „Dann hat Alexander in der Tat ein Super-Rennen geliefert, das letztlich im neuen Vereinsrekord mündete.“

 

Überragend lief der Wettkampf auch für Torben Knollmann, der mit einem Mammutpensum – er schwamm insgesamt 2.500 Meter – mit 2.488 Punkten zum größten Punktesammler seiner Mannschaft avancierte. Der achtzehnjährige Schüler präsentierte sich Top-Form und spulte routiniert sein ambitioniertes Programm ab. Während er über 200 m Freistil (1:59,90 min) und 400 m Freistil (4:17,20 min) sowie über 400 m Lagen (4:48,40 min) deutlich unter seinen alten Bestmarken blieb, verfehlte er diese auf der Langdistanz über 1.500 m Freistil (17:02,75 min) nur ganz knapp.

 

Im mannschaftsinternen Punkte-Ranking folgten Niklas Klingenberg (2.410 Punkte) und Vasileios Tekidis (2.208 Punkte). Während es bei Niklas Klingenberg zumindest im ersten Abschnitt über 200 m Freistil (1:58,10 min) und über 200 m Lagen (2:16,39 min) sehr gut lief, hat Vasileios Tekidis mit einem Formtief zu kämpfen. „Wir haben auch keine eindeutige Erklärung für seinen Leistungsabfall. Bereits beim Vorbereitungs-Wettkampf in Recklinghausen lief es nicht rund. Vasileios hat aber in jedem Rennen alles gegeben und somit noch viele Punkte für uns gesammelt.“ Beide Schwimmer absolvierten wie Torben Knollmann das Maximum von vier Einsätzen.

 

Auf drei Einsätze kam der Ex-Paderborner Thorben Oevermann (1.704 Punkte), der sich mit zwei Bestzeiten über 50 m Freistil (23,91 sec) und 100 m Rücken (1:00,49 min) ebenfalls topfit präsentierte. Obwohl er sich seit einigen Wochen mit Knieproblemen herumschlägt und deshalb auch nur ein reduziertes Trainingsprogramm absolviert hat, überzeugte Fabian Mund (20) mit zwei bemerkenswerten Leistungen über 100 m Brust (1:06,68 min) und über 200 m Brust (2:29,74 min). Dagegen war Max Borchers (22) eher unzufrieden mit seiner Leistung über 200 m Rücken (2:20,06 min). „Wahrscheinlich ist Max sein Rennen zu schnell angegangen und ist auf den letzten 50 Metern eingebrochen“, meint Christof Taube.

 

In den Dienst der Mannschaft gestellt hat sich Martin Wolff (27), der sich nach der Absage von Tobias Lange als Brustschwimmer zur Verfügung stellte und sich bei der Gelegenheit auch über 200 m Lagen (2:19,40 min) zur Verfügung stellte. „Nach seiner Rückkehr aus Japan, wo er einige Zeit tätig war, hat sich Martin innerhalb von acht Wochen in Stuttgart vorbereitet und bei der DMS eine absolut respektable Leistung abgeliefert“, lobte Christof Taube seinen ehemaligen Schützling aus der ersten Mannschaft. „Über 200 m Brust (2:19,40 min) war Martin sogar etwas schneller als Fabian Mund, dagegen war die Frequenz über 100 m Brust (1:09,37 min) etwas zu hoch.“

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