Die „13“ bringt dem Damen-Team kein Unglück. Sie sichern sich in Gelsenkirchen im Deutschen Mannschaftswettbewerb erneut den Klassenerhalt.

Starten auch 2019 wieder in der 2. Bundesliga, untere Reihe von links: Lena Rosenstengel, Carla Beckmann, Karolin Taube und WF-Coach Christof Taube. Oben von links: Lara Pohlmann, Ilka Bathge, Pia Oberhokamp, Pia Kleinbekel, Annika Günzel und Sarah Seipolt. Foto: Peter Unger

 

Nach 52 Rennen im Gelsenkirchener Zentralbad hatten sie es erneut geschafft: Die Wasserfreunde-Damen sicherten sich mit Platz neun erneut den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. „Es blieb bis zum Schluss spannend“, urteilte Christof Taube. „Letztlich lagen wir im Laufe des Tages nie auf einem Abstiegsplatz und belegten ziemlich durchgehend den neunten Platz.“

 

Immerhin hatte es der Wasserfreunde-Coach zum mittlerweile dreizehnten Mal (!) in Folge geschafft, ein konkurrenzfähiges Team in den Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DMS) zu schicken. Hinter den Bielefeldern landeten drei namhafte NRW-Teams: die SG Rhein-Erft Köln, der SV Blau-Weiß Bochum und die SG Gelsenkirchen, von denen zwei in die Oberliga absteigen.

 

Die Wasserfreunde haben mit 14.871 Punkten den Klassenerhalt geschafft. Es siegte der VfL Gladbeck (17.015 Punkte), der als erster Aufsteiger in die 1. Bundesliga feststehen dürfte, vor der SG Bayer (16.385 Punkte) und dem Drittplatzierten SG Ruhr (15.663 Punkte). Zu einer besseren Platzierung fehlten den Wasserfreunden gerade mal 366 Punkte. So gering war der Abstand zum 1. Paderborner SV und der SG Münster, die die Plätze vor ihnen belegten.

 

Der Klassenerhalt war nur möglich, weil nahezu alle Schwimmer die zuvor prognostizierten Leistungen erbracht haben. Da einige Schwimmerinnen gesundheitlich angeschlagen waren, war das keine Selbstverständlichkeit. Zudem erzielten die Bielefelderinnen teilweise sehr gute Resultate – darunter Lena Rosenstengel (100 m Schmetterling / 1:01,64 min / 695 Punkte), die zusammen mit Karolin Taube (200 m Freistil / 2:06,71 min / 668 Punkte) mit den punktbesten Einzelleistungen überzeugten. Erwähnenswert waren bei der 26-jährigen Karolin Taube noch die 100 m Rücken (1:05,26 min) und die 400 m Freistil (4:30,09 min), während die 21-jährige Lena Rosenstengel noch über 200 m Schmetterling (2:16,95 min / 666 Punkte) flotter unterwegs als bei den NRW-Titelkämpfen. „Lena und Karo waren in ihren Läufen jeweils sehr weit vorne und haben für uns wichtige Punkte geholt“, erläutert Christof Taube.

 

Beide, Lena Rosenstengel (2.634 Punkte) und Karolin Pult (2.511 Punkte), sammelten mit der 18-jährigen Lara Pohlmann (2.394 Punkte) sowie Pia Oberhokamp (2.052 Punkte) die meisten Punkte. Zudem absolvierte die 19-jährige Studentin bei dieser DMS die meisten Wettkampfmeter. Ihre beste Leistung erzielte sie über 800 m Freistil (9:50,54 min).

 

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich Lara Pohlmann noch einmal deutlich gesteigert. Bei ihren Starts hat die 18-jährige Schülerin zwei Bestzeiten auf den Rückenstrecken aufgestellt – über 100 Meter (1:06,53 min) und über 200 Meter (2:27,45 min). Über Freistil lag sie nur minimal über ihren Bestmarken. Den Erwartungen entsprechend hat auch Annika Günzel (18) ihre Leistungen gebracht – sowohl über 100 m Freistil (1:01,00 min), als auch über 200 m Freistil (2:13,40 min).

 

Ihre bisher stärkste DMS für die Wasserfreunde ist Carla Beckmann geschwommen. Unterm Strich stehen eine neue Bestzeit über 100 m Schmetterling (1:05,30 min) sowie eine starke Zeit auf der längeren kräftezehrenden 200-Meter-Distanz (2:24,81 min). Beide Strecken musste die 33-jährige Schmetterlings-Spezialistin in einem Abschnitt bewältigen. Ebenfalls an einer neuen Bestmarke kratzte die Langstrecklerin Pia Kleinebekel (15) über 800 m Freistil (9:43,23 min).

 

Obwohl sie berufsbedingt nicht mehr so viel trainieren kann, hat Sarah Seipolt (20) die Ergebnisse aus dem Vorjahr über 100 m Brust (1:19,82 min) und 200 m Brust (2:53,69 min) bestätigen können. „Das war besser als prognostiziert.“ Dagegen etwas abgefallen ist die ein Jahr ältere Ilka Bathge, die erst Ende November von einem halbjährigen Australien-Trip zurückgekehrt ist. „Bei ihren zwei Starts über dieselben Strecken (100 m / 1:19,70 min; 200 m / 2:56,80 min) ist sie bei weitem noch nicht da, wo sie schon mal leistungsmäßig war.“

 

In zehn Tagen (18. Februar 2018) haben die Wasserfreunde-Männer ihren Auftritt in der Oberliga „Unser Ziel ist es, im kommenden Jahr wieder mit zwei Mannschaften in der 2. Bundesliga vertreten zu sein“, wirft Christof Taube einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft. Ein Wiederaufstieg ist mit der verjüngten Männer-Mannschaft durchaus machbar – zumal die gelungene Mischung aus jungen und versierten Kräften durchaus Erfolg versprechend ist.

 

 

 

 

 

 

Das DM-Team der Wasserfreunde in Berlin, von links: Ilka Bathge (v.l.), Niklas Klingenberg, Gabriel Lotz, Ti- mo Pohlmann, Karolin Taube, Vasileios Tekidis, Fabian Mund, La- ra Pohlmann und Pia Oberhokamp.

 

 

 

Rücken-Ass Karolin Taube schneller als bei den OWL-Meisterschaften – Lagen-Mixed-Staffel landet auf Platz 18.

 

 

Mit zehn Aktiven reisten die Wasserfreunde zu den Deutschen Meisterschaften nach Berlin. Zum Jahreshighlight auf der Kurzbahn hatten sich immerhin vier Schwimmer für Einzelrennen qualifiziert. Der Rest kam in den sechs Staffelrennen zum DM-Einsatz.

 

Leider musste mit Lena Rosenstengel, Bielefelds zur Zeit beste Schwimmerin, vor den Deutschen passen. Die angehende Lehrerin, in diesem Jahr bereits mit zweimal Bronze auf Landesebene dekoriert, hätte durchaus gute Finalchancen auf ihrer Paradestrecke, den 200 Metern Schmetterling, gehabt. Zudem fehlte sie als wichtige Stütze in den Staffelrennen.

 

Doch auch ohne ihre Vorzeigeschwimmerin erwischten die Bielefelder einen optimalen Start in den vier Tage dauernden Wettkampf. Mit einer ansprechenden Zeit landete die 4 x 50-Meter Lagen-Mixed-Staffel (1:52,57 min) mit Karolin Taube (30,66 sec) als Startschwimmerin gefolgt von Brustschwimmer Fabian Mund (29,44 sec), ‚Schmetterling’ Timo Pohlmann (26,17 sec) und Kraulerin Lara Pohlmann (26,30 sec) als Schlussschwimmerin auf dem 18. Platz unter 33 gestarteten Teams.

 

Seine zuletzt aufsteigende Form konnte der 17-jährige Vasileios Tekidis mit einer starken Leistung in Berlin bestätigen. Nur noch drei Sekunden fehlten dem Langstreckler über 800 m Freistil (8:49,77 min) zu einer neuen Bestzeit. Mit dieser Zeit belegte er den 34. Platz in der Junioren-Wertung. Dieselbe Platzierung, allerdings in der Gesamtwertung sprang für Karolin Taube über 200 m Rücken (2:20,59 min) heraus. Damit war die 26-jährige Gymnasiallehrerin nochmals ein ganzes Stück schneller als bei den OWL-Meisterschaften eine Woche zuvor in Ahlen. Ähnliches gilt für ihre Leistung über 100m Rücken (1:04,72 min / 37. Platz).

 

Auf Bestzeiten-Niveau unterwegs war auch Lara Pohlmann, die nicht nur zu vier Staffeleinsätzen kam, sondern auch erneut über 50 m Freistil (26,54 sec / 39. Platz) und über 50 m Rücken (30,41 sec / 52. Platz) ihr Können unter Beweis stellte. Noch mit Jetlag in den Knochen startete Ilka Bathge bei den Deutschen Meisterschaften. Sie hatte sich noch vor einem halbjährigen Australien-Aufenthalt für die DM qualifiziert und weilte vor ihrem 50-Meter-Brust-Rennen (35,31 sec / 60. Platz) gerade mal 24 Stunden in Deutschland. Die 21-jährige Wasserfreundin wollte auf jeden Fall in Berlin starten. Aus Sicht von Wasserfreunde-Coach Christof Taube fehlte ihr allerdings zu einer neuen Bestmarke das Grundlagen- und Ausdauertraining. So blieb sie eine Sekunde über ihrer eigenen Bestmarke.

 

Allerdings wollte Christof Taube nach dem Ausfall von Lena Rosenstengel nicht auf die vielseitige Schwimmerin verzichten, die so noch zu zwei Einsätzen in den Staffeln kam – zum einen als Schlussschwimmerin mit der 4 x 50-Meter-Freistil-Staffel der Damen (1:51,15 min / 23. Platz), zum anderen war sie auf Position zwei in der  4 x 50-Meter-Lagen-Staffel der Damen (2:02,78 min / 24. Platz) gesetzt. Nur ein paar Zehntelsekunden fehlten der 4 x 50-Meter-Lagen-Staffel der Herren (1:46,06 min / 23. Platz) mit Niklas Klingenberg, Fabian Mund, Timo Pohlmann und Gabriel Lotz zu einem neuen Vereinsrekord.

 

Auf OWL-Rekordjagd waren die Wasserfreunde auch mit der Freistilstaffel der Männer und der Lagen-Mixed-Staffel. Nach einem Wackler von Freistil-As Gabriel Lotz und einem Frühstart von Niklas Klingenberg mit der Lagenstaffel mussten beide Formationen ihre Rekord-Träume auf die Anfang Februar 2018 anstehenden DMS-Wettkämpfe verschieben. Während Christof Taube mit den Damen den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga im Fokus hat, strebt er mit der mit talentierten Nachwuchskräften gespickte Männermannschaft den Aufstieg in der Oberliga an.

Mit vier OWL-Titeln in der offenen Klasse war Karolin Taube die erfolgreichste Teilnehmerin in den Reihen der Wasserfreunde. Neben drei Einzelrennen gewann die 26-jährige auch noch mit der Freiststaffel.

 

 

Fünfmal Einzelgold durch Karolin Taube und Gabriel Lotz in der offenen Klasse

Schwimmen: Bei den OWL-Kurzbahn-Meisterschaften in Lemgo gehen in der offenen Klasse 13 von 36 möglichen Titeln an die Wasserfreunde. Insgesamt holen die Bielefelder 112 Podestplätze.

 

„Das waren für uns erneut sehr gute Meisterschaften mit teils überragenden Zeiten – insbesondere bei den jüngeren Jahrgängen“, urteilte Christof Taube. Kein Wunder, denn die OWL-Meisterschaften auf der Kurzbahn bescherten den Wasserfreunden 13 von 36 möglichen Titeln in der Offenen Klasse.

Ein Highlight jeder OWL-Meisterschaft sind die Staffeln. Nachdem die Lagenstaffel der Damen mit der schnellsten Zeit aufgrund eines umstrittenen Frühstarts disqualifiziert wurden, gingen die anderen drei Staffeln an die Wasserfreunde. Sowohl die 4 x 50m Freistilstaffel der Damen (1:47,16 min) mit Lara Pohlmann, Pia Kleinebekel, Karolin Taube und Lena Rosenstengel, als auch die 4 x 50m Freistilstaffel der Herren (1:37,42 min) mit Thorben Oevermann, Fabian Mund, Timo Pohlmann und Gabriel Lotz siegte in überlegener Manier vor dem SC Steinhagen-Amshausen. Etwas knapper fiel die Entscheidung mit der 4 x 50 Meter Lagenstaffel der Herren (1:47,37 min) mit Alexander Teubert, Gabriel Lotz, Timo Pohlmann und Thorben Oevermann aus, die in 1:47,37 Minuten den SCSA und den SV 1860 Minden auf die Plätze verwiesen.

Der überraschendste Sieg war für den Wasserfreunde-Coach der Titelgewinn von Janne Lüngen über 200m Rücken (2:11,30 min). Der auf der Außenbahn startende erst 14-jährige düpierte die gesamte Konkurrenz mit einer klugen Renneinteilung. Dabei schlug er vor seinem zwei Jahre älteren favorisierten Trainingspartner Alexander Teubert (2:11,73 min) an, dem nach Trainingsrückstand auf den letzten Metern die Puste ausging. Christof Taube hatte Janne Lüngen vor dem Rennen Mut zugesprochen: „Man kann auch auf der Außenbahn gewinnen.“ Und das gelang Janne mit Bravour.

Hart umkämpft waren auch die Sprinterfolge von Gabriel Lotz über 50m Freistil (24,00 sec) und über 50m Rücken (27,56 sec). „Gabriel kann das Duell eins gegen eins.“ Bestätigt wurde die Taube-Einschätzung über 100m Freistil (53,52 / 2.), als der Konkurrent von Gabriel Lotz 53,32 sec vorlegte und Lotz im schnellsten Lauf dann zweizehntel Sekunden zum Sieg fehlten. Dank Platz zwei durch Thorben Oevermann (24,08 sec) im Freistil-Sprint feierten die Wasserfreunde im schnellsten Rennen der OWL-Meisterschaften einen Doppelerfolg. Über 50m Rücken wurde Alexander Teubert Dritter und Janne Lüngen wurde noch Fünfter. Den vierten Einzeltitel bei den Männern holte Niklas Klingenberg bei seinem Start-Ziel-Sieg über 200m Schmetterling (2:14,28 min).

Erfolgreichste Teilnehmerin in den Reihen der  Wasserfreunde war Karolin Taube mit insgesamt vier OWL-Titeln, von denen sie drei in Einzelrennen gewonnen hat. Die 26-jährige Gymnasiallehrerin hinterließ nicht nur auf ihrer Paradestrecke, den 200m Rücken (2:21,17 min), eine guten Eindruck, sondern auch über 200m Freistil (2:08,13 min). Zudem konnte sie das vereinsinterne Duell über 400 m Lagen (5:21,84 min) zu ihren Gunsten entscheiden. Auf den Plätzen zwei und drei folgten mit Lina Haberstroh (5:29,77 min) ein Nachwuchstalent und mit Carla Beckmann (5:47,69 min) eine äußerst erfahrene Schwimmerin. Ihren verdienten OWL-Titel holte sich Carla Beckmann über 200m Schmetterling (2:26,15 min).

Zweifache OWL-Meisterin wurde Lena Rosenstengel, die sich über 100 m Schmetterling (1:04,00 min) mit komfortablem Vorsprung vor Theresa Reimann (Warendorfer SU) und Lina Haberstroh (1:08,97 min) durchsetzte. Zudem siegte sie noch über 50m Rücken (29,65 sec) vor Karolin Taube (30,81 sec).

Zu den zehn Einzeltiteln der Wasserfreunde gesellten sich viele zweite Plätze in der Offenen Klasse – etwa durch Thorben Oevermann. Der 20-jährige Student wurde dreimal Vizemeister u.a. mit neuer Bestzeit über 100m Rücken (1:00,44 min). Zweimal undankbarer Vierter wurde Philipp Strehle u.a. mit neuer Bestmarke über 200m Schmetterling (2:17,99 min). Auf den Punkt fit präsentierte sich auch Torben Knollmann. Entsprechend groß war die Freude des 19-jährigen Studenten über den Vizetitel über 200m Schmetterling (2:16,92 min). Gar nicht lief es bei Max Borchers, der sich dem Triathlon verschrieben hat, und bei Alexander Bockhorst, der mit Christof Taube das Training der Wasserfreunde leitet.

Auch in der Jahrgangswertung ganz vorne

Doch nicht nur in der Offenen Klasse, sondern auch in der Jahrgangswertung belegten die Wasserfreunde vordere Plätze. Ein herausragendes Wochenende erlebte der 14-jährige Janne Lüngen, der bei zehn Starts (!) und starker Konkurrenz nicht nur acht Podestplätze erreichte, sondern auch fünffacher OWL-Jahrgangsmeister wurde und sogar einmal in der Offenen Klasse siegte. Die bis zu vier Sekunden (!) verbesserten Zeiten über 100m Rücken (1:01,33 min) und 100m Schmetterling (1:02,56 min) sowie über 200m Freistil (2:01,15 min) und 200m Lagen (2:17,71 min) sprechen für sich. Nur einen Start weniger absolvierte der nicht minder erfolgreiche Zwillingsbruder Gerrit, der auf allen Bruststrecken OWL-Meister wurde – über 50m (33,16 sec), über 100m (1:09,64 min) und über 200m (2:33,03 min). Ebenso stark waren über 200m (2:18,29 min) und 400m (5:02,87 min) Gerrit’s Lagenzeiten.

Genauso erfolgreich war Timo Pohlmann, der die Konkurrenz ebenso souverän beherrschte wie die Lüngen-Zwillinge. Das beeindruckende Resultat waren sechs OWL-Jahrgangstitel, u.a. über 100 m Schmetterling (59,39 min), wo Timo erstmals die Minutengrenze knackte. Über 50m Schmetterling (26,69 sec) erzielte der 15-jährige Schüler nicht nur einen neuen OWL-Jahrgangsrekord, sondern wurde zudem noch mit dieser Zeit Dritter in der Offenen Klasse. Doch Timo Pohlmann kann nicht nur sprinten, er bewies auch Stehvermögen über 400m Freistil (4:20,49 min / 4.).

Voll des Lobes war Christof Taube auch über die Leistung von Alexander Teubert. „Keine Bestzeiten, aber doch nah dran.“ Der 16-jährige dominierte nach überstandener Krankheit die Rückenlage auf allen Strecken von 50m (28,10 sec) über 100m (1:01,50) bis zu 200m (2:11,73 min). Außerdem gewann er den 100 m Freistil-Wettbewerb (55,94 sec). Gleich drei Vizemeisterschaften gingen auf das Konto von Vasileios Tekidis (17), darunter über 200 m Freistil (2:04,26 min) wieder im Bestzeiten-Bereich.

Über sieben Siege bei zehn Einsätzen konnte sich die extrem starke Lina Haberstroh (13) freuen– darunter acht persönliche Bestzeiten u.a. über 200m Schmetterling (2:34,44 min). Über dieselbe Strecke wurde auch ihre ein Jahr ältere Schwester Anna OWL-Meisterin. Fünf OWL-Titel sammelte trotz Rückenproblemen Pia Kleinebekel (15) und einen Titel verbuchte die gleichaltrige Maren Knollmann über 200m Brust. Neue OWL-Meisterin wurde Lara Pohlmann (18) über 100m Rücken, 1:06,94 min).

Strahlende Gesichter bei der 2. und 3. Mannschaft

Für strahlende Gesichter sorgten auch die Resultate der von Julia Wolff trainierten 2. Mannschaft und der von Steve Rulik trainierten 3. Mannschaft. Beide Teams sammelten ebenso fleißig Jahrgangstitel für die Wasserfreunde. Jeweils zwei OWL-Titel heimsten der erst zehnjährige Benedikt Fißmer ein und die elfjährige Anastasia Melissopoulou. Über OWL-Vizemeisterschaften jubelten Joline Poppensieker, Dimitrij Bormann, Tjalf Haun, Liam Hellberg und Nikolai Tost, der gleich vier OWL-Vizetitel sammelte. Zudem schaffte Greta Bachmann (11) als Drittplatzierte gleich zweimal den Sprung auf den Podest. Ebenso stolz war Annika Knoche über ihren dritten Platz.

 

Außerdem gab es noch einige Top-Ten-Platzierungen durch Julius Lasse Dedekind, Dana Hellberg, Lucean Barros Hemfort, Saskia Kalivoda, Lotta Krumins-Nemeth, Maksimilian Pöschel, Juliane Schröder, Andre Schweigert, Sarah Seipolt, Priyanga Selvenesan, Miriam Unger und Tim Nico Weiberg.

 

Wegen der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften, die noch bis zum Wochenende in Berlin über die Bühne gehen, hatte Christof Taube den Leistungsträgern deutlich weniger Starts als sonst verordnet. Trotzdem erreichten die 49 Wasserfreunde bei den OWL-Kurzbahnmeisterschaften inklusive der Jahrgangswertung bei 250 Starts mit insgesamt 112 Podestplätzen (51 erste Plätze, 39 zweite Plätze, 22 dritte Plätze) erneut eine beachtliche Quote.

Mit dieser internen Konkurrenz und der daraus resultierenden Leistungsdichte sind die Wasserfreunde auch bestens präpariert für die DMS-Wettbewerbe Anfang 2018, bei denen die Frauen im zwölften Jahr in Folge den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga anstreben, während die Männer sich eine Klasse tiefer in der Oberliga behaupten wollen.

Stilistisch eine Klasse für sich: Lena Rosenstengel gewinnt NRW-Bronze in der Offenen Klasse über 100 Meter Schmetterling. Foto(s): Peter Unger

Mit zwei Vizetiteln und einem Bronzerang belohnte sich Alexander Teubert für seine couragierten Rennen. Außerdem knackte der 16-jährige Schüler erstmals über 100 Meter Rücken die Minutengrenze.

Sechs Top-Ten-Platzierungen erreichten die Wasserfreunde-Staffeln, darunter die 4 x 50 Meter Lagenstaffel mit Fabian Mund, Niklas Klingenberg, Philipp Strehle und Gabriel Lotz (von links).

 

 

 

 

Der bronzene Schmetterling

 

24 Top-Ten-Platzierungen für die Wasserfreunde bei den NRW-Meisterschaften – Lena Rosenstengel drittschnellster Schmetterling in NRW – Rücken-Spezialist Alexander Teubert holt drei Jahrgangs-Medaillen.

 

Zwanzig Wasserfreunde-Aktive hatten die Tickets für die NRW-Meisterschaften in der Wuppertaler Schwimmoper gelöst – so viele wie noch nie. Unter dem Strich verbuchten sie zahlreiche Finalteilnahmen und stellten mit Lena Rosenstengel die drittschnellste Frau in NRW über 100 Meter Schmetterling. Für eine Überraschung sorgte zudem die 4 x 50 Meter Mixed-Staffel, die taktisch gut aufgestellt mit einer Zehntelsekunde Vorsprung vor der SG Essen in 1:39,64 Minuten den Bronzerang sicherte. Es siegte der SC Aqua Köln (1:36,55 min) vor der SG Dortmund (1:37,80 min).

 

„Erneut lief es ganz hervorragend für uns“, bilanzierte Christof Taube nach einem ereignisreichen Wochenende. Immerhin sammelten die Wasserfreunde sechs Medaillen bei den NRW-Kurzbahnmeisterschaften (Offene Klasse und Jahrgangswertung). Außerdem kehrten sie mit einer Fülle an persönlichen Bestzeiten aus Wuppertal zurück – darunter auch zwei neue Vereinsrekorde durch Niklas Klingenberg und die Freistil-Staffel der Männer.

 

„Damit haben wir es erneut geschafft, mit Superzeiten in die Phalanx der in NRW dominierenden Vereine einzubrechen“, erläuterte der Wasserfreunde-Coach. „Mit Gabriel Lotz (23,78 sec) und Niklas Klingenberg (23,82 sec) habe ich beide Jungs zuerst gesetzt, die auf Platz 3 rangierend vorne super mitmischten.“ Lena Rosenstengel (25,81 sec) konnte den Vorsprung dann bis auf zwei Längen ausbauen, bevor Lara Pohlmann (26,13 sec) das Rennen endgültig nach Hause schwamm.

 

Sehr gut präsentierte sich auch die  4 x 50 Meter Freistil-Staffel der Damen mit Lara Pohlmann, Lena Rosenstengel, Karolin Taube (26) und Pia Oberhokamp (19), die in 1:47,19 Minuten nur denkbar einen Medaillenring verpasste und hinter dem Kölner, Dortmunder und Essener Quartett auf dem undankbaren vierten Platz landete. „Zu Bronze haben letztlich zwei Sekunden gefehlt.“ Immerhin schafften es noch vier weitere Wasserfreunde-Staffeln unter die Top-Ten in NRW: die 4 x 50 Meter Lagen-Staffel der Damen (2:00,45 min / 6. Platz), die 4 x 50 Meter Freistil-Staffel der Männer in Vereinsrekordzeit (1:35,91 min / 7. Platz), die 4 x 50 Meter Lagen-Mixed-Staffel (1:52,46 min / 9. Platz) sowie die 4 x 50 Meter Lagen-Staffel der Männer (1:47,14 min / 10. Platz). In der Lagen-Staffel der Damen ist erstmals die erst 13-jährige Lina Haberstroh mitgeschwommen. „Über Brust war sie mit 35,43 Sekunden sehr schnell unterwegs.“

 

Deutlich unter 28 Sekunden blieb ‚Schmetterling’ Lena Rosenstengel in der Lagenstaffel, die zudem in den Einzelrennen mit drei Finalteilnahmen glänzte. Um Kraft zu sparen, hatte sie Christof Taube allerdings im Schmetterlings-Sprint abgemeldet. Eine richtige Maßnahme wie sich an den weiteren starken Ergebnissen ablesen lässt. Die 22-jährige Studentin musste sich über 100 m Schmetterling (1:01,24 min) nur Jessica Steiger (Vfl Gladbeck) und Jana Markgraf (SG Essen) geschlagen geben. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille wurde Lena Rosenstengel noch Sechste über 200 m Schmetterling (2:17,96 min). „Um die Ausdauer zu stärken, müssen wir bis zu den Deutschen noch im GA-Bereich arbeiten.“

 

Die Qualifikation zu den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften hat auch Karolin Taube geschafft, die sich in den Finalläufen sowohl über 200 m Rücken (2:20,45 min / 6. Platz), als auch über 100 m Rücken (1:04,57 min / 7. Platz) ihren Bestmarken annäherte. „Im Vorlauf war Karo sogar noch ein bisschen schneller. Allerdings fehlt ihr noch die Spritzigkeit.“ Dritter im Bundes der Finalteilnehmer war Niklas Klingenberg, der seinen Vereinsrekord über 200 m Schmetterling gleich zweimal verbesserte. Im Finale (2:09,81 min) erreichte der 22-jährige Ex-Ahlener damit Rang 7. Ebenfalls ins Ranking für die Deutschen hat sich Carla Beckmann über 200 m Schmetterling (2:25,59 min / 15. Platz) geschwommen. Mit persönlichen Bestmarken über 100 m Lagen (1:02,95 min / 60.) und 50 m Schmetterling (26,83 sec / 53.) überzeugte Claudius Ditz bei seiner ersten NRW-Teilnahme.

 

Brust-Spezialist Fabian Mund (21) bestätigte seine gute Form mit neuer Bestzeit über 50 m Brust (30,02 sec / 27.). Knapp darüber blieb er über 100 m Brust (1:05,60 min / 16.). Entsprechend motiviert bereitet er sich jetzt auf die Deutschen vor. Noch etwas besser platziert war Pia Oberhokamp (19), die über 1500 m Freistil (18:44,35 min / 10.) in die Top-Ten schwamm. Über Top-Leistungen konnten sich auch der Ex-Paderborner Thorben Oevermann (20) freuen, der mit Bestzeit über 50 m Freistil (23,72 sec / 12.) als Zwölfter aus dem Wasser stieg. Nur jeweils einen Rang schlechter platziert überzeugte auch Lara Pohlmann (18) im Freistil-Sprint (26,83 sec / 13.), während Philipp Strehle (21) über 100 m Schmetterling (58,01 sec / 13.) trotz technischer Probleme auf Bestzeiten-Niveau unterwegs ist. Zudem blieb er über 200 m Freistil (1:58,98 min / 34.) erneut deutlich unter zwei Minuten. „Er ist mit 57 Sekunden angegangen und dann die zweiten hundert Meter konstant stark geschwommen.“

 

Der erst 15-jährige Timo Pohlmann startete ebenfalls in der Offenen Klasse – und das gleich viermal. Bei seinen Rennen erreichte er nicht nur die Pflichtzeiten, sondern glänzte auch mit Top-Leistungen, etwa über 200 m Freistil (2:01,31 min / 44.) und über 50 m Schmetterling (26,62 sec / 41.).

 

Vier Medaillen im Jahrgang

 

Vier weitere Medaillen sammelten die Wasserfreunde in der Jahrgangswertung, wobei allein drei auf das Konto von Alexander Teubert gingen. Der 16-jährige Schüler triumphierte auf allen Rückenstrecken. Er holte jeweils Silber über 50 m Rücken (27,84 sec) und 100 m Rücken (59,53 sec) und komplettierte seine Medaillensammlung mit Bronze über 200 m Rücken (2:10,41 min). „Erstmals blieb Alexander unter der Minutengrenze – wahrlich ein Super-Wochenende für ihn.“

 

Bronze gab es zudem noch im 1500-Meter-Kraul-Marathon durch die 14-jährige Pia Kleinebekel, die trotz Rückenproblemen als Dritte in 19:10,11 Minuten ins Ziel kam. Bestzeiten notierte Christof Taube bei der NRW-Premiere von Anna Haberstroh (14), etwa über 100 m Schmetterling (1:11,95 min / 14.), aber auch für ihre ein Jahr jüngere Schwester Lina (13) über 100 m Brust (1:17,56 min / 53.). Janina Poppensieker (15) erzielte im Freistil-Sprint (28,79 / 26.) und im Rücken-Sprint (32,91 sec / 17.) sehr gute Leistungen.

 

Besonders gefreut hat sich Christof Taube über die weiter ansteigende Form von Vasileios Tekidis, der nach einem Formtief zu alter Stärke zurückfindet. Als Lohn für die Plackerei auf den langen Strecken gelang dem 17-jährigen Schüler zweimal der Sprung unter die besten sechs Langstreckler in seinem Jahrgang – zum einen über 800 m Freistil (8:52,86 min/6.) und über 1500 m Freistil (16:42,75). Kurioserweise war er bei beiden Rennen schneller unterwegs als bei seinem dritten Einzelrennen über 400 m Freistil (4:24,17 min).

 

Ganz nach vorne ohne Vorbereitung

 

  1. Herbstpokal: Wasserfreunde sammeln außer Konkurrenz die meisten Punkte. – Der 1. Paderborner SV löst Schwimmteam als Pokalsieger ab.

 

„Beim diesjährigen Herbstpokal haben wir ohne eine gezielte Vorbereitung trotzdem sehr gute Leistungen erzielt“, lobte Alexander Bockhorst, der die Schwimmer anstelle des erkrankten Christof Taube auf die Strecken einstimmte. Dass trotz des enormen Pensums herausragende Leistungen heraus gesprungen, verdeutlicht der Blick auf die vielen persönlichen Bestzeiten und die Resultate in den spannenden Finalläufen. An dem kräftezehrenden Wochenende im DMS-Modus absolvierte jeder der 48 Aktiven der Wasserfreunde in der Spitze bis zu 16 Starts – darunter der 22-jährige Niklas Klingenberg, der über 200 Schmetterling (2:19,08 Min) triumphierte.

 

Highlights beim 26. Herbstpokal der Wasserfreunde Bielefeld sind traditionell die 50-Meter-Finalrennen am Sonntagnachmittag, bei denen die Wasserfreunde Bielefeld unter ohrenbetäubendem Jubel insgesamt fünfmal triumphierten. Einen Doppelsieg in der offenen Klasse (Jahrgang 2002 und älter) feierte der 21-jährige Vorjahressieger Gabriel Lotz, der nicht nur als schnellster Sprinter über 50 Meter Freistil in 23,84 Sekunden aus dem Wasser stieg, sondern auch über 50 Meter Rücken (27,44 sec) der Konkurrenz keine Chance ließ.

 

Aus Wasserfreunde-Sicht ist es zudem erfreulich, dass mit dem ein Jahr jüngeren Thorben Oevermann (2. / 24,16 sec) sowie mit dem erst sechszehnjährigen Rückenschwimmer Alexander Teubert (2. / 27,75 sec) mit neuer Bestzeit zwei weitere Wasserfreunde-Schwimmer direkt dahinter folgten. In die Finalläufe schafften es bei den Männern auch Fabian Mund (2. Platz / 50 m Brust / 30,11 sec) und Philipp Strehle (3. Platz / 50 Meter Schmetterling / 26,44 sec). Vierter wurde über 50 m Schmetterling Timo Pohlmann (26,51 sec.).

 

Für den dritten Finalsieg sorgte Lena Rosenstengel mit einer neuen Bestmarke über 50 m Rücken (29,44 sec), die sich in diesem Rennen mit hauchdünnem Vorsprung vor Karolin Kuhlmann (29,49 sec) behauptete. Die 22-jährige Lehramtsstudentin konnte sich außerdem über zwei zweite Ränge über 50 m Freistil (26,54 sec) und 50 m Schmetterling (28,44 sec) freuen, wo sich jeweils hinter der DM-Finalistin Kuhlmann vom SC Steinhagen-Amshausen landete. Dritte über 50 m Freistil wurde Lara Pohlmann (27,02 sec), die zudem noch als Fünfte im Finale über 50 m Rücken (31,23 sec) anschlug. Nur knapp einen Podestplatz verfehlte dagegen Sarah Seipolt mit neuer Bestzeit über 50 m Brust (36,60 sec / 4.).

 

Ebenso dominant präsentierte sich in den Sprint-Finalläufen der jüngeren Jahrgänge (2003 – 2009) die 13-jährige Lina Haberstroh bei ihrem Doppelerfolg über 50 Meter Brust (36,26 sec.) und 50 Meter Schmetterling (31,79 sec). Sie blieb damit nicht nur deutlich unter ihren alten Bestmarken, sondern sorgte außerdem für die Finalsiege vier und fünf.

 

Generell schult das anspruchsvolle Programm die Wettkampfhärte. So können sich die erzielten Leistungen auch deshalb sehen lassen, weil das Grundlagentraining in den Herbstferien noch vor den Schwimmern liegt. Angesichts der Fülle an bemerkenswerten Leistungen, fällt es ohnehin schwer alle Schwimmer samt ihrer Ergebnisse zu würdigen.

 

Neben Lena Rosenstengel (15 Starts / 5Siege), die durchweg gute Zeiten und schnelle Rennen über 100 m und 200 m Schmetterling sowie über 200 m Lagen hinlegte, überzeugte auch Karolin Taube. Die 26-jährige Gymnasiallehrerin stieg ohne gezieltes Training nach einer Klassenfahrt ins Wasser. Um so erstaunlicher ihre Erfolge über 200 m Rücken in 2:19,80 Minuten, einer Zeit in Nähe ihres Vereinsrekordes, sowie über 200 m Freistil (2:06,39 min) und über 400m Lagen in 5:06,23 min, nur vier Zehntel über ihrer Bestmarke. „Dank konstant hohem Tempo konnte Karo das Rennen auf den letzten 25 Metern zu ihren Gunsten entscheiden“, kommentierte Wasserfreunde-Coach Alexander Bockhorst. Karolin Pult, Lena Rosenstengel und Pia Oberhokamp (Dritte über 200 m Freistil) sorgten zudem noch für einen Dreifacherfolg über 400 m Freistil.

 

Obwohl krankheitsgeschwächt überzeugte Philipp Strehle (21) über 100 m Schmetterling (1:00,42 min / 2.) mit einer Zeit knapp über einer Minute. Flott unterwegs war auch Torben Knollmann (19) über 200 m Lagen (2:20,00 min / 5.). Zeitlich knapp darüber blieb der ebenfalls mit vielen Starts bedachte Alexander Teubert (16) bei seinem Sieg (2:22,85 min) über dieselbe Strecke. Stark auch Teubert’s neue Bestmarken über 100 m Freistil (55,64 sec / 3.) und über 400 m Lagen (5:04,85 min / 6.). Auf dem Wege zu alter Stärke absolvierte Vasileios Tekidis (17) die 400 m Freistil (2. Platz) in 4:18,59 Minuten. Auch der 23-jährige Claudius Ditz war bei seinen 13 Starts mit fünf neuen Bestzeiten auf nahezu allen Strecken deutlich schneller als am Anfang der Saison. Am meisten freute er sich über den dritten Platz über 200 m Freistil (2:04,63 min).

 

In den jüngeren Jahrgängen überzeugte Lina Haberstroh (13 Starts / 8 Siege) nicht nur in den Finalrennen, sondern auch über 100 m Schmetterling (1:11,28 min / 1.) und 400 m Lagen (5:36,65 min / 1.) mit neuen Bestzeiten. Während der 14-jährige Janne Lüngen über 200 m Lagen (2:20,56 min / 2.) und 400 m Freistil (4:26,88 min / 1.) um bis zu zehn (!) Sekunden unter seinen Bestzeiten blieb, schwamm auch Zwillingsbruder Gerrit über 400 m Freistil (4:42,32 min / 2.) unter fünf Minuten. Trotz eines verstauchten Fingers überzeugte der 15-jährige Timo Pohlmann (12 Starts / 5 Siege über 100 m Schmetterling (1:01,17 min / 1.) und über 200 m Freistil (2:02,12 min / 1.).

 

Über Podestplätze und Top-Ten-Platzierungen konnten sich zudem noch folgende Schwimmer freuen: Greta Bachmann, Carla Beckmann, Max Borchers, Dimitrij Bormann, Benedikt Fißmer, Svea Marleen-Haun, Tjalf Haun, Thomas Heinze, Lucean Barros Hemfort, Maren Knollmann, Lotta Krumins-Nemeth, Justin Mann, Anastasia Melissopoulo, Emma Nowitzki, Joke Oberhokamp, Janina Poppensieker, Joline Poppensieker, Maksimilian Pöschel, Juliane Schröder, Annika Schwalm, Andre Schweigert, Priyanga Selvenesan, Nikolai Tost, Leon Uwarow und Tim Nico Weihberg.

 

 

 

 

Zu ergänzen bleibt, dass die Wasserfreunde die meisten Wertungspunkte (832) sammelten – allerdings außer Konkurrenz. Somit konnte der 1. Paderborner SV mit 589 Punkten das Schwimmteam Bielefeld (5. Platz / 386 Punkte) als Pokalsieger ablösen. Dritter wurde der SC Herford (453 Punkte) vor der Warendorfer SU (388 Punkte. Auf den weiteren Plätzen landeten mit dem SC Steinhagen-Amshausen (322 Punkte), dem SV 1860 Minden, der TG Herford und dem TuS 08 Senne I (17. Platz / 18 Punkte) weitere Vereine aus der Region.

 

Doppelsieg der Wasserfreunde über 100 Meter Lagen: Lena Rosenstengel (Mitte) siegte vor Lara Pohlmann (links) und Julienne Fleer vom SC Herford. Fotos: Peter Unger

 

Strahlten nach ihrem Final-Erfolg: Die Wasserfreunde stellten mit Gabriel Lotz und Thorben Oevermann die schnellsten Sprinter.

Sonderpreise für Lena Rosenstengel und Alexander Teubert

Wasserfreunde gewinnen die Teamwertung beim 28. Quirkendörper Spezialisten-Cup im Aquawede – Prestigeträchtige Doppelsiege für die Lagen-Staffeln.

Zum Auftakt der Kurzbahnsaison nutzten 52 Aktive der Wasserfreunde Bielefeld den 28. Quirkendörper Spezialisten-Cup zur Standortbestimmung. Insgesamt sammelten die starken Wasserfreunde 145 Medaillen (67 x Gold, 46 x Silber, 32 x Bronze). Das reichte aus, um als bester von 15 Vereinen die Gesamtwertung zu gewinnen. Zum Start der Kurzbahn-Saison schickten die Wasserfreunde von der 1. bis zur 3. Mannschaft alle Leistungsgruppen in die Rennen im Aquawede.

Die Leistungsträger der 1. und 2. Mannschaften hatten bereits am ersten Wettkampftag ihren großen Auftritt, als sie die prestigeträchtigen 4 x 50 Meter Lagen-Staffeln in der offenen Wertung sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren jeweils mit einem Doppelsieg überlegen gewannen. Während das erste Herrenteam in 1:50,54 Minuten vor der zweiten Mannschaft (1;55,46 min) siegte, feierten die Damen (Wasserfreunde I: 2:05,35 min / Wasserfreunde II: 2:09,70 min) ebenfalls einen Doppelerfolg.

Zudem gingen die beiden Sonderpreise für die jeweils höchste Wertung beim Spezialisten-Cup an zwei Wasserfreunde, die auch an den Staffelsiegen maßgeblich beteiligt waren. Während der 16-jährige Rückenspezialist Alexander Teubert mit seinen Leistungen über 100 m Rücken (1:00,05 min) und 200 m Rücken (2:11,60 min) 1318 Punkte sammelte, gingen auf das Konto der 22-jährigen Schmetterlingsspezialistin Lena Rosenstengel (100 m: 1:02,37 min / 200 m: 2:20,41 min) sogar 1438 Punkte.

Äußerst spannend verlief auch der schnellste Lauf über 100 Meter Freistil. Erst auf den letzten Metern wurde Thorben Oevermann (54,22 sec) von Gabriel Lotz (53,78 sec) eingefangen. Dritter wurde Philipp Strehle (54,44 min). Unter die flottesten acht Schwimmer schoben sich mit Max Borchers (5.) und Fabian Mund (6.) noch zwei weitere Wasserfreunde. Bei den Damen wurde Carla Beckmann Zweite in 1:02,84 Minuten. Mit Karolin Taube, Bette Buttwill (SC Steinhagen-Amshausen) und Julienne Fleer (SC Herford) teilten sich im 50-m-Freistil-Sprint gleich drei Damen den ersten Platz, nachdem sie zeitgleich in 27,55 Sekunden angeschlagen hatten und das Zielgericht keinen Sieger ausmachen konnte. Mit Thorben Oevermann stellten die Wasserfreunde auch den schnellsten Sprinter in 23,93 Sekunden.

Für bessere Zeiten langte es nicht, da die Wassertemperatur im ansonsten schnellen Brackweder Becken etwas zu hoch war, wie Wasserfreunde-Coach Christof Taube anmerkte. Darunter litten unter anderen die Ergebnisse der Lüngen-Zwillinge, die im Vergleich zum Sparkassen-Cup in Gelsenkirchen auf fast allen Strecken langsamer waren. Trotzdem konnten Janne und Gerrit sieben Siege feiern. Weniger Probleme hatten etwa Timo Pohlmann oder Pia Kleinebekel, die mit Bestzeiten glänzten. Sehr gut entwickeln sich Anna und Lina Haberstroh, die nach konstant guten Leistungen den Sprung in die erste Mannschaft geschafft haben. So schwamm Lina (13) über 200 m Lagen (2:37,67 min / 1. Platz) eine Topzeit. Ähnliches gilt für Juliane Schröder (14), die sich über 100 m Lagen (1:16,90 min / 3. Platz) gut in Szene setzte und über 100 m Brust (1:24,86 min / 4. Platz) eine neue Bestzeit schwamm.

Weitere Platzierungen beim Spezialisten-Cup gab es u.a. bei den Männern in der Freistilwertung für Benedikt Fißmer (Jahrgang 2007: 1. Platz), Leon Uwarow (2004: 3. Platz), Janne Lüngen (2003: 1. Platz), Timo Pohlmann (2002: 1. Platz), Alexander Teubert (2001: 1. Platz), Vasileios Tekidis (2000: 3. Platz), Torben Knollmann (1998/99: 2. Platz), Philipp Strehle (1997 und älter: 1. Platz). Bei den Frauen belegten hier u.a. vordere Plätze Greta Bachmann (2006: 4. Platz), Saskia Kalivoda (2004: 3. Platz), Dana Hellberg (2003: 4. Platz), Pia Kleinbekel (2002: 2. Platz), Sarah Seipolt (1997: 3. Platz).

In der Schmetterlingswertung landeten Leon Uwarow (2004: 2. Platz), Gerrit Lüngen (2003: 1. Platz), Timo Pohlmann (2002: 1. Platz), Vasileios Tekidis (2000: 3. Platz), Torben Knollmann (1998/99: 3. Platz), Christof Taube (1997/älter: 1. Platz) ganz vorne. Während bei den Damen Annika Knoche (2005: 3. Platz), Anna Haberstroh (2003: 2. Platz) und Lena Rosenstengel (1997/älter: 1. Platz) und Carla Beckmann (1997/älter: 1. Platz) überzeugten.

 

 

Die Wasserfreunde sichern sich in überlegener Manier die Teamwertung beim 28. Quirkendörper Spezialisten-Cup, hinten von links: Claudius Ditz, Torben Knollmann, Gabriel Lotz, Thorben Oevermann, Max Borchers, Fabian Mund, Philipp Strehle und André Schweigert. Mitte von links: Dana Hellberg, Leon Uwarow, Dimtrij Bormann, Gerrit Lüngen, Anna Haberstroh und Juliane Schröder. Vorne von links: Justin Mann, Anastasia Melissoupoulo, Lina Haberstroh, Joline Poppensieker und Miriam Unger.

Schwimmen: 42 Podestplätze für die 1. Mannschaft beim ‚Internationalen Sparkassen Team-Cup’ in Gelsenkirchen.

 

Von Peter Unger

 

Bielefeld (WB). Beim Internationalen Sparkassen-Team-Cup in Gelsenkirchen konnte sich das mit 19 Aktiven angereiste Wasserfreunde-Team nicht nur über die bemerkenswerte Ausbeute von insgesamt 42 Podestplätzen (13xGold/11xSilber/18xBronze) freuen, sondern auch über teils überragende Zeiten. „Das war ein hervorragender Wettkampf, zumal wir nach dem Ende der Sommerferien erst drei Wochen wieder im Training sind“, strahlte ein sichtlich zufriedener Wasserfreunde-Coach. „Wir fahren immer gerne zum Sparkassen-Cup nach Gelsenkirchen, da wir durch die starke Konkurrenz entsprechend gefordert werden.“

 

Bei Zuschauern und Aktiven gleichermaßen beliebt sind im Gelsenkirchener Zentralbad die Finalläufe. Die jeweils sechs zeitschnellsten Schwimmer aus allen Altersklassen ermitteln den Gesamtsieger über die 100-Meter-Distanz. Lena Rosenstengel (22) war zweimal im Finale vertreten – über 100 m Freistil (57,78 sec / 3.) und über 100 m Schmetterling (1:02,66 min / 4.). Auf ebenso hohem Niveau absolvierte sie im Laufe des Wettkampfs die 100 m Lagen (1:06,33 min / 2.) und die 200 m Schmetterling (2:19,05 min / 3.). Als zweite Wasserfreundin in einem Finale überzeugte die 26-jährige Karolin Pult als Drittplatzierte über 100 m Rücken in sehr guten 1:06,67 Minuten. Einziger männlicher Bielefelder Vertreter war der 16-jährige Alexander Teubert, der trotz Trainingsrückstand über 100 m Rücken (1:00,93 / 6.) an seiner Bestzeit kratzte.

 

Hervorzuheben aus der Fülle an guten Ergebnissen sind die Zeiten der 15-jährigen Lüngen-Zwillinge. Während sich Gerrit über 100 m Brust (1:09,49 min / 2. Platz) und 200 m Brust (2:34,22 min / 2.) um bis zu acht Sekunden verbesserte, überzeugte Janne bei seinen fünf Starts mit fünf Bestzeiten – etwa über 100 m Rücken (1:03,30 min / 1.), 200 m Rücken (2:15,48 min / 1.) und über 100 m Freistil (56,74 sec / 1.), wo er seine alte Bestmarke gleich um 2,68 Sekunden (!) förmlich pulverisierte.

 

Ebenso beeindruckend war die Bilanz von Tim Pohlmann, der bei fünf seiner sechs Starts als Sieger aus dem Wasser stieg. Über 100 m Schmetterling beeindruckte der der 15-jährige ehemalige Ennigerloher mit einer Zeit von 1:01,26 Minuten – eine Verbesserung um fast 3 (!) Sekunden. Ebenso stark waren seine Zeiten im Schmetterlingssprint (26,89 sec) sowie über 50 m Freistil (25,40 sec) und 100 m Freistil (55,42 sec). „Das war ein bärenstarker Auftakt, zumal er nach den Ferien eher wie eine bleierne Ente schwamm – ohne jegliches Wassergefühl“, urteilte Christof Taube. „Letzte Woche sah es bereits wieder richtig gut aus.“

 

Drei Bestzeiten erzielte die ebenfalls 15-jährige Pia Kleinbekel bei ihren vier Starts – etwa über 100 m Freistil (1:02,22 min / 2.) und über 200 m Rücken (2:31,69 min / 3.). „Damit ist sie ebenfalls gut in die Saison gestartet.“ Nach Klassenfahrt und krankheitsbedingtem Trainingsrückstand lief es für Janina Poppensieker (15) noch nicht rund, obwohl sie über 50 m Rücken (32,94 sec / 4.) und über 100 m Rücken (1:12.07 min / 4.) schon ganz ansprechende Resultate schaffte.

 

Einen großen Satz nach vorne gemacht hat Lara Pohlmann (18), die bereits am vergangenen Wochenende bei ihrem Ex-Verein Ennigerloh in die Kurzbahn-Saison startete. Im Vergleich dazu steigerte sie sich noch mal deutlich über 100 m Lagen (1:08,95 min / 5.). Aber auch ihre Zeiten über 50 m Rücken (31,37 sec / 3.) und 100 m Rücken (1:08,60 min / 7.) können sich sehen lassen. Über 100 m Schmetterling (59,36 sec / 5.) hat Philipp Strehle eine Finalteilnahme knapp verpasst.

 

In die erste Mannschaft aufgerückt sind mit Anna und Lina Haberstroh zwei Nachwuchschwimmerinnen, die sich in Gelsenkirchen ebenfalls pudelwohl fühlten und mit starken Leistungen aufwarteten. Während die ein Jahr ältere Anna (14) fünf Bestzeiten aufstellte und ihren Trainer besonders über 400 m Freistil (5:16,17 min / 12.) und über 100 m Schmetterling (1:12,15 / 3.) beeindruckte, pickte Christof Taube bei Lina (13) neben ihrer makellosen Bilanz (7 Starts/7 Bestzeiten) zwei Leistungen heraus. Über 200 m Schmetterling (2:42,77 min / 2.) steigerte sich Lina gleich um über 10 Sekunden (!). Über 100 m Brust (1:20,87 min) langte es für sie sogar zur Goldmedaille.

 

Carla Beckmann (33), Sechste über 200 m Freistil (2:17,59 min), schaffte als Dritte über 400 m Freistil (4:49,23 min) sogar den Sprung aufs Podest. Den verpasste Claudius Ditz (23) nach zweiwöchigem Urlaub leider. „Das merkte man ihm auch an.“ Trotzdem blieb er über sowohl über 100 m Schmetterling (1:02,87 min / 11.), als auch über 200 m Freistil (2:04,73 min / 7.) nur gut eine Sekunde über seinen Bestzeiten. Gesundheitlich nicht auf der Höhe präsentierte sich Pia Oberhokamp (19), die trotzdem über 400 m Freistil (4:47,31 min) einen starken zweiten Platz erkämpfte. Ihre Form noch nicht wieder gefunden hat Annika Günzel (18), die über 200 m Freistil (2:22,98 min) Siebte wurde. Thomas Heinze (19) hatte an diesem Wochenende nicht nur über 50 m Schmetterling (28,58 min / 25.) mit dem fehlenden Wassergefühl zu kämpfen. „Obwohl er gut trainiert hat“, ergänzt Christof Taube.

 

Ordentlich Fahrt aufgenommen hat Thorben Oevermann, wie seine Zeiten über 50 m Rücken (28,53 sec / 7.) und über 100 m Freistil (55,25 sec / 15.) belegen. Dagegen hadert Vasileios Tekidis (17) mit seiner Form, der sich bei den NRW-Freiwassermeisterschaften gut präsentierte, und in Gelsenkirchen Siebter über 200 m Schmetterling (2:22,30 min) wurde. „Im Wettkampfbecken wird im Vergleich zum Freiwasser natürlich ein ganz anderes Tempo geschwommen“, erläuterte Christof Taube. „Die Ausdauer ist bei Vasileios schon gut, an der Schnelligkeit müssen wir noch arbeiten.“

Medaillenflut für starkes Wasserfreunde-Team – 101 Medaillen bei 193 Starts – 6 OWL-Staffelsiege – Neuer OWL-Rekord für die 4x200-m-Freistil-Staffel der Männer.

 

Insgesamt sechs Staffel-Siege feierten die Wasserfreunde bei den OWL-Meisterschaften im Herforder Freibad in der Offenen Klasse, darunter die 4x200-Meter-Freistil-Staffel der Männer mit Timo Pohlmann und Philipp Strehle (hinten von links) sowie Alexander Teubert und Claudius Ditz (vorne von links). Foto: Peter Unger

 

„Das waren souveräne Siege, die mit deutlichem Vorsprung herausgeschwommen wurden“, schwärmte Christof Taube. Zu den Highlights der OWL-Meisterschaften gehören für den Wasserfreunde-Coach neben den Siegen in der offenen Klasse regelmäßig die Staffelwettbewerbe. Immerhin sind die Wasserfreunde im Bezirk Ostwestfalen-Lippe sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern seit drei Jahren ungeschlagen. Und das bleiben sie auch im vierten Jahr in Folge.

 

Denn alle sechs gemeldeten Staffeln konnten sich am vergangenen Wochenende im Herforder Freibad über ungefährdete Start-Ziel-Siege freuen. Die 4 x 200-Meter-Freistil-Staffel der Männer ist mit Startschwimmer Claudius Ditz, Timo Pohlmann, Philipp Strehle und  Alexander Teubert sogar einen neuen Vereinsrekord (8:37,77 min) geschwommen. Sie siegte mit deutlichem Vorsprung vor dem schneller gemeldeten SCSA Steinhagen. Zudem krönte Schlussschwimmer Alexander Teubert (16) ein starkes Wochenende mit drei Einzeltiteln über die Rückenstrecken – über 50/100/200 Meter (29,37 sec/1:03,83 min/2:21,36 min). Christof Taube: „Das war beeindruckend.“

 

Während bei den Frauen bewährte Kräfte wie Lena Rosenstengel und Karolin Taube weitere Einzel-Titel in der Offenen Klasse beisteuerten, schoben sich bei den Männern neue Gesichter in den Vordergrund. So dominierte Philipp Strehle (21) nicht nur die 100 m Schmetterling (1:00,16 min), sondern gewann auch völlig überraschend die 200 m Freistil-Königsdisziplin (2:04,86 min) vor Jannik Pursche (2:05,53 min) vom Schwimmteam Bielefeld. Dritter wurde in diesem Rennen der 23-jährige Claudius Ditz (2:06,80 min), der sein Wochenende mit einem Titel über 200 m Schmetterling (2:29,01 min) versüßte. Den Vizetitel holte hier der 16-jährige Vasileios Tekidis (2:30,17 min). Für einen weiteren Paukenschlag sorgte Fabian Mund (21) über 50 m Brust (31,05 sec), als er voll fokussiert den haushoch favorisierten Bent Buttwill (SCSA/31,09 sec) um vierhundertstel Sekunden in einem Anschlagfinale auf den zweiten Platz verwies. Den achten Einzeltitel für die Wasserfreunde sicherte sich über 50 m Freistil (24,76 sec) mit Thorben Oevermann (20) der schnellste Schwimmer der OWL-Meisterschaften. „Für Thorben und Claudius waren es die ersten Titel in der offenen Klasse.“

 

Ebenso flott unterwegs waren bei den Frauen zwei DM-Teilnehmerinnen der Wasserfreunde. „Obwohl es der letzte Wettkampf der Saison ist und die meisten schon Deutsche - und NRW-Meisterschaften hinter sich haben und die Luft raus ist, haben sich trotzdem alle Schwimmer noch einmal richtig reingehängt. Das ist ein Beweis für den Charakter der Mannschaft. Entsprechend feiern wir die Erfolge“, lobte Christof Taube. Das gilt auch für Lena Rosenstengel (22) über 100 m Schmetterling (1:03,93 min), die ebenso wie Karolin Taube (26) über 100 m Rücken mit dieser Einstellung die auf diesen Strecken favorisierte Marie Brockhaus (1. Paderborner SV) hinter sich ließen. Die beiden Schwimmerinnen waren auch maßgeblich an den drei Staffelsiegen der Frauen mit Lara Pohlmann, Pia Oberhokamp, Annika Günzel und Ilka Bathge beteiligt.

 

„Mit dieser positiven Bilanz hatte ich gar nicht gerechnet, da einige Medaillen-Kandidaten aus den unterschiedlichsten Gründen fehlten“, freute sich Christof Taube. „Dafür war zum Beispiel der aus Brasilien heimgekehrte Gabriel Lotz wieder dabei, der ohne große Vorbereitung in der 4x100-m-Freistil-Staffel phänomenale 55 Sekunden kraulte.“ So verbuchten die 46 Schwimmer der Wasserfreunde allein sechzehn Titel in der Offenen Klasse (10 Einzel- und 6 Staffelerfolge). Außerdem holten sie 36 Jahrgangstitel und erzielten eine Vielzahl an persönlichen Bestzeiten.

 

Über weitere Vizemeisterschaften in der Offenen Klasse konnten sich etwa Lara Pohlmann über 50 m Freistil (27,17 sec) und 100 m Freistil (1:01,03 min) freuen, genauso wie Carla Beckmann (33) über 200 m Schmetterling (2:29,30 min). Aus Wasserfreunde-Sicht ist es ebenso erfreulich, dass sich auch der Nachwuchs unter den Fittichen von Julia Wolff (2. Mannschaft) und Steve Rulik (3. Mannschaft) gegen die ostwestfälische Konkurrenz bestens behaupten konnte. Immerhin hatten 27 Vereine über 365 Schwimmer in die Rennen geschickt.

In den jüngeren Jahrgängen gehörten neben Lina Haberstroh (4 Titel) und Anna Haberstroh (2 Titel) noch Benedikt Fißmer (2 Titel) und Anastasia Melissopoulou (2 Titel) – beide erst 11 Jahre alt – zu den fleißigsten Medaillensammlern.

 

In die Medaillenränge schafften es zudem noch Ilka Bathge (50 m Brust / 2. Platz), Max Borchers (400 m Freistil / 2.), Benedikt Fißmer (200 m Lagen / 400m Freistil / 2 Titel), Annika Günzel (100 m Freistil / 2.), Anna Haberstroh (100 m / 200 m Schmetterling / Zwei Titel), Lina Haberstroh (100 m und 200 m Brust / 100 m und 200 m Schmetterling / 4 Titel), Tjalf Haun (200m Lagen / 1 Titel), Thomas Heinze (100m Schmetterling / 3.), Liam Hellberg (400 m Freistil / 3.), Pia Kleinebekel (100 m und 200 m Rücken / 400 m Freistil / 3 Titel), Annika Knoche (200 m Schmetterling / 1 Titel), Maren Knollmann (100 m und 200 m Brust / jeweils 2.), Nils Kombrink (200 m Lagen / 2.), Gerrit Lüngen (200 m Rücken / 1 Titel und 5 Vizetitel), Anastasia Melissopoulou (100 m und 200 m Brust / 2 Titel), Pia Oberhokamp (200 m und 400 m Freistil / 2 Titel), Timo Pohlmann (100 m Schmetterling / 100 m Freistil / 200 m Lagen / 3 Titel), Janina Poppensieker (200 m Lagen / 2. Platz), Vasileios Tekidis (400 m Freistil / 200 m Schmetterling 2 Titel), Christina Teubert (200 m Rücken / 3.), Nikolai Tost (100 m und 200 m Brust / 100 m Rücken / 3 Vizetitel), Leon Uwarow (100 m Freistil / 2. Platz).

 

 

Ergebnisse im Überblick: www.sv-owl.de

Einen kompletten Medaillensatz sammelte Brustschwimmer Fabian Mund in der offenen Klasse: Neben seinem Erfolg über 50 Meter Brust holte er noch Silber und Bronze über 100 Meter und 200 Meter Brust. Foto: Peter Unger

 

 

 

 

 

Zwei Top-Ten-Plazierungen für Freistil- und Mixed-Staffel bei der DM in Berlin.

Zehn Wasserfreunde in Berlin, von links: Trainer Christof Taube, Carla Beckmann, Fabian Mund, Lara Pohlmann, Karolin Taube, Niklas Klingenberg, Annika Günzel, Trainer Alexander Bockhorst, Ilka Bathge und Lena Rosenstengel. Foto: Peter Unger

 

Das nationale Schwimm-Highlight gingen die Wasserfreunde in diesem Jahr mit einer außergewöhnlichen Vorbereitung an. Denn einen Tag vor dem Startschuss für die Deutschen Meisterschaften heirateten Christof Taube und Karolin Pult, die nun als Karolin Taube ihre erfolgreiche Schwimmkarriere fortsetzt.

 

„Das war sicherlich nicht optimal“, kommentierte der Wasserfreunde-Coach, der mit Alexander Bockhorst das Bielefelder Team während der vier DM-Tage betreute. Doch die durchweg gelungene Hochzeitsfeier trug entscheidend dazu bei, dass die Stimmung im Team ausgesprochen gut war. Und die hielt erst recht an, nachdem die 4 x 100 Meter-Freistilstaffel der Frauen in 3:59,70 Minuten hinter der SSG Leipzig auf dem neunten Rang landete und für die beste Wasserfreunde-Platzierung in Berlin sorgte. „Das war ein gelungener Auftakt, auch wenn wir schon mal schneller unterwegs waren. Aber unter den Umständen war das eine sehr gute Leistung“, meinte Christof Taube. „Ein neunter Platz unter 33 Teams in Deutschland ist für einen kleinen Verein wie die Wasserfreunde schon Spitze.“

 

Die beste Zeit des schnellen Freistil-Quartetts mit Lara Pohlmann (1:00,08 min), Karolin Taube (59,93 sec) und Schlussschwimmerin Annika Günzel (1:01,54 min) erzielte Lena Rosenstengel in 58,15 Sekunden, die auch für die beste Einzelleistung der Wasserfreunde sorgte. Über 100 Meter Schmetterling schaffte die 22-jährige Studentin den Sprung ins B-Finale, wo sie als Sechste in 1:02,48 Minuten hinter der Paderbornerin Marie Brockhaus anschlug. Die Gesamt-Fünfzehnte Lena Rosenstengel verbesserte in diesem Rennen ihren eigenen Vereinsrekord noch mal um 27/100 Sekunden. „Das war wirklich Spitze“, jubelte ein zufriedener Trainer.

 

Ein weiteres Glanzlicht setzten die Wasserfreunde mit ihrer 4 x 100 Meter-Freistil-Mixedstaffel, die es mit neuem Vereinsrekord in 3:52,49 Minuten ebenfalls unter die zehn besten Vereinsmannschaften in Deutschland schaffte und in folgender Besetzung antrat: Lara Pohlmann (59,97 sec), Fabian Mund (56,09 sec), Niklas Klingenberg (55,45 sec) und Annika Günzel (1:01,10 min). Unmittelbar vor der Freistil-Mixed-Staffel wurde die 4 x 100 Meter-Lagen-Mixedstaffel (4:14,03 min) Fünfzehnte. Am Schlusstag überraschte die ersatzgeschwächte 4 x 100 Meter-Lagen-Staffel der Frauen (4:33,64 min / 15. Platz) mit derselben Platzierung. Die Lagenstaffel bestritten Lara Pohlmann (Rücken: 1:09,71 min), Ilka Bathge (Brust: 1:19,97 min), Lena Rosenstengel (Schmetterling: 1:03,05 min) und Annika Günzel (Kraul: 1:00,91 min).

 

Einige Schwimmer hatten sich zusätzlich für die Einzelwettbewerbe qualifizieren können. Für ihren Trainingsfleiß und ihre konstant starken Leistungen belohnte sich Carla Beckmann (32) nicht nur mit einer weiteren DM-Teilnahme, sondern auch mit einer 200-Meter-Schmetterling-Zeit (2:26,53 min / 35.) im Bestzeiten-Bereich. „Sie ist mit 1:08,94 Minuten relativ schnell angegangen. Dadurch war die letzte Bahn etwas schlechter als sonst – trotzdem eine starke Leistung“, analysierte Christof Taube.

 

Nur eine Zehntelsekunde über seiner Bestzeit blieb Fabian Mund (20) über 50 m Brust (30,51 sec / 47.), dessen Startphase nicht optimal war. Lara Pohlmann (17) überzeugte in den Staffeln, haderte aber mit sich über ihre Leistung im 50-Meter-Freistil-Sprint (27,85 sec / 57.), in dem sie 88/100 Sekunden über ihrer Bestmarke blieb. Mit bemerkenswerten Ergebnissen in der Staffel und soliden guten Einzelleistungen über 50 m Rücken (31,63 sec / 49.) und 100 m Rücken (1:07,47 min / 47.) kehrte Karolin Taube aus Berlin zurück. „Mit dem Hochzeitsstress vorweg war nicht mehr zu erwarten. Ich hatte eher mit schlechteren Leistungen gerechnet“, urteilte Christof Taube.

 

Angesichts der Leistungen bestens präpariert, aber mit einer wesentlich größeren Mannschaft treten die Wasserfreunde dann beim letzten Wettkampf vor den Sommerferien an, den OWL-Meisterschaften Anfang Juli in Herford.

 

 

 

 

 

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