Schmetterlings-As Annika Günzel erreicht mit Bestzeiten zwei Finals

Wasserfreunde mit Rekordbeteiligung bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin – Vasileios Tekidis wird Zwölfter über 1500 m Freistil

Aus einer Fülle an starken Leistungen ragten bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin nicht nur die zwei Finalteilnahmen der 16-jährigen Annika Günzel heraus. Vom elfköpfigen Wasserfreunde-Team bejubelt wurde auch der zwölfte Platz des gleichaltrigen Vasileios Tekidis über 1500 Meter Freistil in 17:02,70 Minuten. Der Gymnasiast verbesserte damit seine Jahresbestzeit auf der Langdistanz um 4,90 Sekunden.

Erneut konnten die Wasserfreunde ihre Teilnehmerzahl bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften deutlich steigern. Immerhin hatten in diesem Jahr elf Wasserfreunde die begehrten Tickets für die Meisterschaft in der Schwimmhalle im Europa-Sportpark in Berlin gelöst – so viele wie noch nie. Für die Vielstarterin Annika Günzel hat sich die Reise in die deutsche Metropole auf jeden Fall gelohnt. Sie konnte sich wie im Vorjahr gleich für zwei Finals in einem Doppeljahrgang (1998/1999) qualifizieren – über 50 m Schmetterling (28,56 sec / 6. Platz) und über 100 m Schmetterling (1:03,89 min / 10. Platz). Mit ihren Top-Ten-Platzierungen sorgte sie gleichzeitig für die besten Resultate aus Bielefelder Sicht.

 

Ebenso souverän spulte der 15-jährige Vasileos Tekidis den 1500-Meter-Freistil-Marathon ab. Auf dieser Langdistanz verbesserte er sich im Vergleich zum Vorjahr noch mal um über 30 Sekunden. Belohnt wurde seine Einsatzfreude mit einem hervorragenden zwölften Platz. Über 200 m Schmetterling (2:17,23 min / 22.) blieb er 1,85 Sekunden unter seiner alten Bestmarke. Zufrieden mit seiner Leistung war auch der ein Jahr jüngere Alexander Teubert, der sich nach den Landesmeisterschaften nochmals um jeweils 16 Hundertstelsekunden über 100 m Rücken (1:04,61 min / 28.) und 200 m Rücken (2:20,33 / 22.) steigern konnte.

Einen ordentlichen Einstand bei den Deutschen feierte zudem Timo Pohlmann (14) über 50 m Freistil (26,99 sec / 29.). An ihre Bestmarken heran geschwommen ist auch seine drei Jahre ältere Schwester Lara Pohlmann über 50 m Freistil (27,75 sec / 24.) und über 50 m Rücken (32,10 sec / 26.). Weniger glücklich verliefen die Meisterschaften für Gabriel Lotz, der leider durch eine Muskelverhärtung gehandicapt in die Rennen ging. Christof Taube: „Das war schade, weil er zuvor im Training sehr schnell war.“ So büßte der 20-jährige Student im Vergleich zu seinen schnellsten Rennen in diesem Jahr bis zu eine Sekunde ein – sowohl über 50 m Freistil (25,09 sec / 18.), als auch über 50 m Brust (32,43 sec / 28.).

Wesentlich besser verlief die Woche für den im selben Jahrgang startenden Fabian Mund, der sich über 200 m Brust (2:33,99 min / 21.) gleich um 2,73 Sekunden steigerte und trotz eines nicht optimalen Tauchzugs nach dem Start über 50 m Brust (30,84 sec / 17.) seine beste Platzierung erzielte. Für Philipp Strehle zählte in erster Linie die Teilnahme an der DM, die ihm erstmals geglückt ist. Sein Fokus lag auf den erfolgreich absolvierten Landesmeisterschaften. Insofern konnte er sehr gut mit seinen Zeiten und Platzierungen über 50 m Schmetterling (26,51 sec / 18.) und 100 m Schmetterling (58,77 min / 18.) leben. Noch nicht ganz rund lief es bei Pia Oberhokamp über 1500 m Freistil (18,58,53 min / 20.).

Dafür lief es bestens für die beiden Youngster im Wasserfreunde-Team, die von Julia Wolff trainiert werden. Die dreizehnjährigen Zwillinge Gerrit und Janne Lüngen starteten jeweils sechsmal mit deutlichen Steigerungen über 200 m Lagen und 400 m Freistil. Während Janne mit Top-Zeiten über 100 m Rücken (1:09,64 min / 13.) und 200 m Rücken (2:27,59 min / 10.) sogar einmal den Sprung in die Top-Ten schaffte, schrammte Bruder Gerrit über 100 m Brust (1:18,61 min / 11.) und 200 m Brust (2:49,24 min / 12.) nur knapp daran vorbei.

„Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen, zumal die Luft nach den NRW-Meisterschaften ein wenig raus war“, resümierte Christof Taube. „Einige Schwimmer waren ja bereits bei den offenen Deutschen Meisterschaften am Start. Da wird es immer schwieriger, sich neu zu fokussieren.“ Den Abschluss einer langen Saison bilden am kommenden Wochenende die OWL-Meisterschaften auf der 50-Meter-Bahn im Herforder Freibad.

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