Zwölf Wasserfreunde knacken bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften acht Vereinsrekorde – Zwei Top-Ten-Platzierungen mit den Staffel

 

„Marco Koch war einer der wenigen etablierten Stars, die bei der Kurzbahn-DM starteten“, erläuterte Christof Taube. Drei Monate nach Rio schwamm Marco Koch Weltrekord über 200 Meter Brust (2:00,44 Minuten) und Deutschen Rekord über 100 Meter Brust (56,75 Sekunden). Selten kochte die Stimmung im Berliner Europasportpark so über, selten wurde in der Schwimmhalle so lautstark angefeuert.

 

Da konnten die Wasserfreunde locker mithalten. Kein Wunder, denn für Stimmung und gute Laune sorgten allein schon die guten Zeiten und die prächtigen Platzierungen des Bielefelder Teams, die damit nahtlos an die überzeugende Vorstellung bei den NRW-Kurzbahn-Meisterschaften anknüpften. So fällt das Fazit von Wasserfreunde-Coach Christof Taube extrem gut aus: „Alle Schwimmer haben sich nach den Landesmeisterschaften noch einmal deutlich steigern können.“

 

Acht Vereinsrekorde und drei Finalteilnahmen verdeutlichen den Leistungssprung. „Wir sind durch die Bank wirklich Top-Zeiten geschwommen.“ Immerhin reisten in diesem Jahr zwölf Wasserfreunde zum Jahreshighlight auf der Kurzbahn, von denen sich allein acht Aktive für Einzelrennen qualifiziert hatten – so viele wie noch nie. Der Rest kam in den sechs Staffelrennen zu ihrem DM-Einsatz.

 

Eine perfekte DM schwamm Lena Rosenstengel, die bereits im Vorlauf über 200 m Schmetterling (2:14,67 min) ihre Klasse andeutete und mit neuem Vereinsrekord als Sechste den Sprung ins Finale schaffte. Hier steigerte sie ihre eigene Bestmarke um über 2 Sekunden (!) und wurde nach einem packenden Finish in 2:13,90 Minuten DM-Siebte, die beste Platzierung die je eine Bielefelderin bei einer Deutschen Kurzbahn-DM erreichte. Knapp zwei Sekunden trennten die 21-jährige Sportstudentin vom Bronze-Rang. Es siegte die NRW-Meisterin Lisa Höpink (SG Essen) in 2:08,22 Minuten.

 

Darüber hinaus überzeugte sie mit weiteren Auftritten in zwei B-Finals. So steigerte sie ihre Bestzeit über 50 m Schmetterling (9. Platz) auf 27,43 Sekunden – „eine wahnsinnig gute Zeit“. Über 100 Meter Schmetterling (10. Platz) blieb sie in 1:01,53 Minuten knapp über ihrer Bestmarke, schaffte damit aber immerhin ihre dritte Top-Ten-Platzierung in einem Einzelrennen. Außerdem war sie an zwei weiteren Top-Ten-Platzierungen der Wasserfreunde maßgeblich beteiligt.

 

Klangvolle Namen wie die SG München oder die TPSK Köln hinter sich ließ zum einen die 4 x 50m Freistil-Mixed-Staffel (1:38,95 min) mit Gabriel Lotz (23,57 sec), Niklas Klingenberg (23,28 sec), Lena Rosenstengel (25,99 sec) und Lara Pohlmann (26,11 sec), die ebenso Zehnte wurde wie die 4 x 50m Freistil-Staffel der Frauen (1:46,90 min). Für ein hohes Anfangstempo sorgte in dieser Formation gleich Startschwimmerin Lena Rosenstengel (26,09 sec), gefolgt von Karolin Pult (26,69 sec), der nervenstarken Lara Pohlmann (26,62 sec) und Schlussschwimmerin Annika Günzel (27,50 sec).

 

Vereinsrekorde erzielten zudem noch die 4 x 50m Lagen-Mixed-Staffel (1:50,43 min / 16.) mit Karolin Pult, Fabian Mund, Lena Rosenstengel und Gabriel Lotz sowie die 4 x 50m Freistil-Staffel der Männer (1:36,74 min / 21.) mit Gabriel Lotz, Fabian Mund, Niklas Klingenberg und Timo Pohlmann, der sich als jüngster Starter mit seinen 14 Jahren nahtlos in die Staffel einfügte und in 25,51 Sekunden einen starken Schlussspurt hinlegte.

 

Dreimal knapp an einer Finalteilnahme vorbei schrammte die 25-jährige Karolin Pult, die nach den sehr guten Leistungen mit den Staffeln auch überzeugende Einzelrennen absolvierte – mit Top-Zeiten über 100 m Rücken (1:03,32 min / 29. Platz), 200 m Rücken (2:18,79 min / 27.) und über 100 m Schmetterling (1:03,51 min / 29.). „Das waren enorme Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr.“

 

Extrem flott unterwegs war auch 18-jährige Pia Oberhokamp, die sich derart gut in ihren 1500-Meter-Freistil-Marathon (18:09,37 min / 50. Platz) „hereinsteigerte“, dass am Ende eine Top-Zeit heraussprang. Lautstark angefeuert blieb sie über 17 Sekunden (!) unter ihrer alten Bestmarke. Über zwei Saisonbestzeiten konnte sich Annika Günzel (17) freuen – über 50 m Schmetterling (29,68 sec / 52.) und über 100 m Schmetterling (1:06,23 min / 42.). „Das war technisch richtig gut.“

 

Noch besser platziert war die Ex-Gütersloherin Carla Beckmann (32), die sich bei den Wasserfreunden noch einmal technisch weiterentwickelt hat und eine Bestzeit nach der anderen schwimmt – so wie jetzt in Berlin über 200 m Schmetterling (2:23,02 min / 35. Platz). Ihren Wechsel zu den Wasserfreunden dürfte auch Ilka Bathge (20) nicht bereut haben, die erstmals bei einer DM startete und ihre Quali-Zeit über 50 m Brust (34,33 sec / 50.) bestätigte. „Ilka hätte nie gedacht, dass sie mal bei den Deutschen startet.“ Mit konstant guten Leistungen überzeugte auch Lara Pohlmann (17), die in den Staffeln unverzichtbar ist, und auch bei ihrem DM-Einsatz über 50 m Freistil (26,92 sec / 48.) ihre Zeit bestätigte. Für einen weiteren Vereinsrekord und krönenden Abschluss sorgte indes Vasileios Tekidis (16) über 800 m Freistil (8:49,14 min / 69. Platz / 35.Platz in der Juniorenwertung).

 

Fazit von Christof Taube: „Wir haben in Berlin mit einer starken Mannschaftsleistung überzeugt.“

 

 

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