Lena Rosenstengel mit neuem Vereinsrekord im DM-B-Finale

Zwei Top-Ten-Plazierungen für Freistil- und Mixed-Staffel bei der DM in Berlin.

Zehn Wasserfreunde in Berlin, von links: Trainer Christof Taube, Carla Beckmann, Fabian Mund, Lara Pohlmann, Karolin Taube, Niklas Klingenberg, Annika Günzel, Trainer Alexander Bockhorst, Ilka Bathge und Lena Rosenstengel. Foto: Peter Unger

 

Das nationale Schwimm-Highlight gingen die Wasserfreunde in diesem Jahr mit einer außergewöhnlichen Vorbereitung an. Denn einen Tag vor dem Startschuss für die Deutschen Meisterschaften heirateten Christof Taube und Karolin Pult, die nun als Karolin Taube ihre erfolgreiche Schwimmkarriere fortsetzt.

 

„Das war sicherlich nicht optimal“, kommentierte der Wasserfreunde-Coach, der mit Alexander Bockhorst das Bielefelder Team während der vier DM-Tage betreute. Doch die durchweg gelungene Hochzeitsfeier trug entscheidend dazu bei, dass die Stimmung im Team ausgesprochen gut war. Und die hielt erst recht an, nachdem die 4 x 100 Meter-Freistilstaffel der Frauen in 3:59,70 Minuten hinter der SSG Leipzig auf dem neunten Rang landete und für die beste Wasserfreunde-Platzierung in Berlin sorgte. „Das war ein gelungener Auftakt, auch wenn wir schon mal schneller unterwegs waren. Aber unter den Umständen war das eine sehr gute Leistung“, meinte Christof Taube. „Ein neunter Platz unter 33 Teams in Deutschland ist für einen kleinen Verein wie die Wasserfreunde schon Spitze.“

 

Die beste Zeit des schnellen Freistil-Quartetts mit Lara Pohlmann (1:00,08 min), Karolin Taube (59,93 sec) und Schlussschwimmerin Annika Günzel (1:01,54 min) erzielte Lena Rosenstengel in 58,15 Sekunden, die auch für die beste Einzelleistung der Wasserfreunde sorgte. Über 100 Meter Schmetterling schaffte die 22-jährige Studentin den Sprung ins B-Finale, wo sie als Sechste in 1:02,48 Minuten hinter der Paderbornerin Marie Brockhaus anschlug. Die Gesamt-Fünfzehnte Lena Rosenstengel verbesserte in diesem Rennen ihren eigenen Vereinsrekord noch mal um 27/100 Sekunden. „Das war wirklich Spitze“, jubelte ein zufriedener Trainer.

 

Ein weiteres Glanzlicht setzten die Wasserfreunde mit ihrer 4 x 100 Meter-Freistil-Mixedstaffel, die es mit neuem Vereinsrekord in 3:52,49 Minuten ebenfalls unter die zehn besten Vereinsmannschaften in Deutschland schaffte und in folgender Besetzung antrat: Lara Pohlmann (59,97 sec), Fabian Mund (56,09 sec), Niklas Klingenberg (55,45 sec) und Annika Günzel (1:01,10 min). Unmittelbar vor der Freistil-Mixed-Staffel wurde die 4 x 100 Meter-Lagen-Mixedstaffel (4:14,03 min) Fünfzehnte. Am Schlusstag überraschte die ersatzgeschwächte 4 x 100 Meter-Lagen-Staffel der Frauen (4:33,64 min / 15. Platz) mit derselben Platzierung. Die Lagenstaffel bestritten Lara Pohlmann (Rücken: 1:09,71 min), Ilka Bathge (Brust: 1:19,97 min), Lena Rosenstengel (Schmetterling: 1:03,05 min) und Annika Günzel (Kraul: 1:00,91 min).

 

Einige Schwimmer hatten sich zusätzlich für die Einzelwettbewerbe qualifizieren können. Für ihren Trainingsfleiß und ihre konstant starken Leistungen belohnte sich Carla Beckmann (32) nicht nur mit einer weiteren DM-Teilnahme, sondern auch mit einer 200-Meter-Schmetterling-Zeit (2:26,53 min / 35.) im Bestzeiten-Bereich. „Sie ist mit 1:08,94 Minuten relativ schnell angegangen. Dadurch war die letzte Bahn etwas schlechter als sonst – trotzdem eine starke Leistung“, analysierte Christof Taube.

 

Nur eine Zehntelsekunde über seiner Bestzeit blieb Fabian Mund (20) über 50 m Brust (30,51 sec / 47.), dessen Startphase nicht optimal war. Lara Pohlmann (17) überzeugte in den Staffeln, haderte aber mit sich über ihre Leistung im 50-Meter-Freistil-Sprint (27,85 sec / 57.), in dem sie 88/100 Sekunden über ihrer Bestmarke blieb. Mit bemerkenswerten Ergebnissen in der Staffel und soliden guten Einzelleistungen über 50 m Rücken (31,63 sec / 49.) und 100 m Rücken (1:07,47 min / 47.) kehrte Karolin Taube aus Berlin zurück. „Mit dem Hochzeitsstress vorweg war nicht mehr zu erwarten. Ich hatte eher mit schlechteren Leistungen gerechnet“, urteilte Christof Taube.

 

Angesichts der Leistungen bestens präpariert, aber mit einer wesentlich größeren Mannschaft treten die Wasserfreunde dann beim letzten Wettkampf vor den Sommerferien an, den OWL-Meisterschaften Anfang Juli in Herford.

 

 

 

 

 

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