Mit vier OWL-Titeln in der offenen Klasse war Karolin Taube die erfolgreichste Teilnehmerin in den Reihen der Wasserfreunde. Neben drei Einzelrennen gewann die 26-jährige auch noch mit der Freiststaffel.

Mit vier OWL-Titeln in der offenen Klasse war Karolin Taube die erfolgreichste Teilnehmerin in den Reihen der Wasserfreunde. Neben drei Einzelrennen gewann die 26-jährige auch noch mit der Freiststaffel.

 

 

Fünfmal Einzelgold durch Karolin Taube und Gabriel Lotz in der offenen Klasse

Schwimmen: Bei den OWL-Kurzbahn-Meisterschaften in Lemgo gehen in der offenen Klasse 13 von 36 möglichen Titeln an die Wasserfreunde. Insgesamt holen die Bielefelder 112 Podestplätze.

 

„Das waren für uns erneut sehr gute Meisterschaften mit teils überragenden Zeiten – insbesondere bei den jüngeren Jahrgängen“, urteilte Christof Taube. Kein Wunder, denn die OWL-Meisterschaften auf der Kurzbahn bescherten den Wasserfreunden 13 von 36 möglichen Titeln in der Offenen Klasse.

Ein Highlight jeder OWL-Meisterschaft sind die Staffeln. Nachdem die Lagenstaffel der Damen mit der schnellsten Zeit aufgrund eines umstrittenen Frühstarts disqualifiziert wurden, gingen die anderen drei Staffeln an die Wasserfreunde. Sowohl die 4 x 50m Freistilstaffel der Damen (1:47,16 min) mit Lara Pohlmann, Pia Kleinebekel, Karolin Taube und Lena Rosenstengel, als auch die 4 x 50m Freistilstaffel der Herren (1:37,42 min) mit Thorben Oevermann, Fabian Mund, Timo Pohlmann und Gabriel Lotz siegte in überlegener Manier vor dem SC Steinhagen-Amshausen. Etwas knapper fiel die Entscheidung mit der 4 x 50 Meter Lagenstaffel der Herren (1:47,37 min) mit Alexander Teubert, Gabriel Lotz, Timo Pohlmann und Thorben Oevermann aus, die in 1:47,37 Minuten den SCSA und den SV 1860 Minden auf die Plätze verwiesen.

Der überraschendste Sieg war für den Wasserfreunde-Coach der Titelgewinn von Janne Lüngen über 200m Rücken (2:11,30 min). Der auf der Außenbahn startende erst 14-jährige düpierte die gesamte Konkurrenz mit einer klugen Renneinteilung. Dabei schlug er vor seinem zwei Jahre älteren favorisierten Trainingspartner Alexander Teubert (2:11,73 min) an, dem nach Trainingsrückstand auf den letzten Metern die Puste ausging. Christof Taube hatte Janne Lüngen vor dem Rennen Mut zugesprochen: „Man kann auch auf der Außenbahn gewinnen.“ Und das gelang Janne mit Bravour.

Hart umkämpft waren auch die Sprinterfolge von Gabriel Lotz über 50m Freistil (24,00 sec) und über 50m Rücken (27,56 sec). „Gabriel kann das Duell eins gegen eins.“ Bestätigt wurde die Taube-Einschätzung über 100m Freistil (53,52 / 2.), als der Konkurrent von Gabriel Lotz 53,32 sec vorlegte und Lotz im schnellsten Lauf dann zweizehntel Sekunden zum Sieg fehlten. Dank Platz zwei durch Thorben Oevermann (24,08 sec) im Freistil-Sprint feierten die Wasserfreunde im schnellsten Rennen der OWL-Meisterschaften einen Doppelerfolg. Über 50m Rücken wurde Alexander Teubert Dritter und Janne Lüngen wurde noch Fünfter. Den vierten Einzeltitel bei den Männern holte Niklas Klingenberg bei seinem Start-Ziel-Sieg über 200m Schmetterling (2:14,28 min).

Erfolgreichste Teilnehmerin in den Reihen der  Wasserfreunde war Karolin Taube mit insgesamt vier OWL-Titeln, von denen sie drei in Einzelrennen gewonnen hat. Die 26-jährige Gymnasiallehrerin hinterließ nicht nur auf ihrer Paradestrecke, den 200m Rücken (2:21,17 min), eine guten Eindruck, sondern auch über 200m Freistil (2:08,13 min). Zudem konnte sie das vereinsinterne Duell über 400 m Lagen (5:21,84 min) zu ihren Gunsten entscheiden. Auf den Plätzen zwei und drei folgten mit Lina Haberstroh (5:29,77 min) ein Nachwuchstalent und mit Carla Beckmann (5:47,69 min) eine äußerst erfahrene Schwimmerin. Ihren verdienten OWL-Titel holte sich Carla Beckmann über 200m Schmetterling (2:26,15 min).

Zweifache OWL-Meisterin wurde Lena Rosenstengel, die sich über 100 m Schmetterling (1:04,00 min) mit komfortablem Vorsprung vor Theresa Reimann (Warendorfer SU) und Lina Haberstroh (1:08,97 min) durchsetzte. Zudem siegte sie noch über 50m Rücken (29,65 sec) vor Karolin Taube (30,81 sec).

Zu den zehn Einzeltiteln der Wasserfreunde gesellten sich viele zweite Plätze in der Offenen Klasse – etwa durch Thorben Oevermann. Der 20-jährige Student wurde dreimal Vizemeister u.a. mit neuer Bestzeit über 100m Rücken (1:00,44 min). Zweimal undankbarer Vierter wurde Philipp Strehle u.a. mit neuer Bestmarke über 200m Schmetterling (2:17,99 min). Auf den Punkt fit präsentierte sich auch Torben Knollmann. Entsprechend groß war die Freude des 19-jährigen Studenten über den Vizetitel über 200m Schmetterling (2:16,92 min). Gar nicht lief es bei Max Borchers, der sich dem Triathlon verschrieben hat, und bei Alexander Bockhorst, der mit Christof Taube das Training der Wasserfreunde leitet.

Auch in der Jahrgangswertung ganz vorne

Doch nicht nur in der Offenen Klasse, sondern auch in der Jahrgangswertung belegten die Wasserfreunde vordere Plätze. Ein herausragendes Wochenende erlebte der 14-jährige Janne Lüngen, der bei zehn Starts (!) und starker Konkurrenz nicht nur acht Podestplätze erreichte, sondern auch fünffacher OWL-Jahrgangsmeister wurde und sogar einmal in der Offenen Klasse siegte. Die bis zu vier Sekunden (!) verbesserten Zeiten über 100m Rücken (1:01,33 min) und 100m Schmetterling (1:02,56 min) sowie über 200m Freistil (2:01,15 min) und 200m Lagen (2:17,71 min) sprechen für sich. Nur einen Start weniger absolvierte der nicht minder erfolgreiche Zwillingsbruder Gerrit, der auf allen Bruststrecken OWL-Meister wurde – über 50m (33,16 sec), über 100m (1:09,64 min) und über 200m (2:33,03 min). Ebenso stark waren über 200m (2:18,29 min) und 400m (5:02,87 min) Gerrit’s Lagenzeiten.

Genauso erfolgreich war Timo Pohlmann, der die Konkurrenz ebenso souverän beherrschte wie die Lüngen-Zwillinge. Das beeindruckende Resultat waren sechs OWL-Jahrgangstitel, u.a. über 100 m Schmetterling (59,39 min), wo Timo erstmals die Minutengrenze knackte. Über 50m Schmetterling (26,69 sec) erzielte der 15-jährige Schüler nicht nur einen neuen OWL-Jahrgangsrekord, sondern wurde zudem noch mit dieser Zeit Dritter in der Offenen Klasse. Doch Timo Pohlmann kann nicht nur sprinten, er bewies auch Stehvermögen über 400m Freistil (4:20,49 min / 4.).

Voll des Lobes war Christof Taube auch über die Leistung von Alexander Teubert. „Keine Bestzeiten, aber doch nah dran.“ Der 16-jährige dominierte nach überstandener Krankheit die Rückenlage auf allen Strecken von 50m (28,10 sec) über 100m (1:01,50) bis zu 200m (2:11,73 min). Außerdem gewann er den 100 m Freistil-Wettbewerb (55,94 sec). Gleich drei Vizemeisterschaften gingen auf das Konto von Vasileios Tekidis (17), darunter über 200 m Freistil (2:04,26 min) wieder im Bestzeiten-Bereich.

Über sieben Siege bei zehn Einsätzen konnte sich die extrem starke Lina Haberstroh (13) freuen– darunter acht persönliche Bestzeiten u.a. über 200m Schmetterling (2:34,44 min). Über dieselbe Strecke wurde auch ihre ein Jahr ältere Schwester Anna OWL-Meisterin. Fünf OWL-Titel sammelte trotz Rückenproblemen Pia Kleinebekel (15) und einen Titel verbuchte die gleichaltrige Maren Knollmann über 200m Brust. Neue OWL-Meisterin wurde Lara Pohlmann (18) über 100m Rücken, 1:06,94 min).

Strahlende Gesichter bei der 2. und 3. Mannschaft

Für strahlende Gesichter sorgten auch die Resultate der von Julia Wolff trainierten 2. Mannschaft und der von Steve Rulik trainierten 3. Mannschaft. Beide Teams sammelten ebenso fleißig Jahrgangstitel für die Wasserfreunde. Jeweils zwei OWL-Titel heimsten der erst zehnjährige Benedikt Fißmer ein und die elfjährige Anastasia Melissopoulou. Über OWL-Vizemeisterschaften jubelten Joline Poppensieker, Dimitrij Bormann, Tjalf Haun, Liam Hellberg und Nikolai Tost, der gleich vier OWL-Vizetitel sammelte. Zudem schaffte Greta Bachmann (11) als Drittplatzierte gleich zweimal den Sprung auf den Podest. Ebenso stolz war Annika Knoche über ihren dritten Platz.

 

Außerdem gab es noch einige Top-Ten-Platzierungen durch Julius Lasse Dedekind, Dana Hellberg, Lucean Barros Hemfort, Saskia Kalivoda, Lotta Krumins-Nemeth, Maksimilian Pöschel, Juliane Schröder, Andre Schweigert, Sarah Seipolt, Priyanga Selvenesan, Miriam Unger und Tim Nico Weiberg.

 

Wegen der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften, die noch bis zum Wochenende in Berlin über die Bühne gehen, hatte Christof Taube den Leistungsträgern deutlich weniger Starts als sonst verordnet. Trotzdem erreichten die 49 Wasserfreunde bei den OWL-Kurzbahnmeisterschaften inklusive der Jahrgangswertung bei 250 Starts mit insgesamt 112 Podestplätzen (51 erste Plätze, 39 zweite Plätze, 22 dritte Plätze) erneut eine beachtliche Quote.

Mit dieser internen Konkurrenz und der daraus resultierenden Leistungsdichte sind die Wasserfreunde auch bestens präpariert für die DMS-Wettbewerbe Anfang 2018, bei denen die Frauen im zwölften Jahr in Folge den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga anstreben, während die Männer sich eine Klasse tiefer in der Oberliga behaupten wollen.

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